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Bluescreen

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Natalie Portman und Hayden Christensen bei Bluescreenaufnahmen.
JP-KyleHinzugefügt von JP-Kyle

Als Bluescreen („Blauer Schirm“) bezeichnet man in der Filmtechnik eine in einem bestimmten Blauton gefärbte Fläche, die in der Postproduktion entfernt und gegen einen beliebigen Hintergrund ausgetauscht werden kann.

Prinzip

Bei der Anwendung der Bluescreen-Technik werden meist blaue Stoffbahnen im Studio oder an einem Außendrehort gespannt, die von Scheinwerfern beleuchtet werden. Wichtig ist dabei, für eine gleichmäßige Beleuchtung zu sorgen, um bei den Aufnahmen die nötigen Farbwerte zu erhalten. Man nimmt nun Personen oder Gegenstände vor dem blauen Hintergrund auf, und richtet dabei die Kamera so aus, dass der Bluescreen den Teil des Bildes ausfüllt, der später ersetzt werden soll. Das Filmmaterial mit den Realaufnahmen kann nun in der Postproduktion so verändert werden, dass aus den Einzelbildern der blaue Teil herausgenommen („herausgekeyt“) wird, und man so nur noch die Bestandteile im Bild hat, die später noch zu sehen sein sollen, wie beispielsweise die Schauspieler. Am unkompliziertesten lässt sich dieser Schritt mit digitalem Bildmaterial durchführen, so wie es George Lucas in der Prequel-Trilogie verwendete, auch wenn es noch nicht ganz an die Qualität von belichtetem Film heranreicht. Der blaue Hintergrund kann nach dem Entfernen beliebig ersetzt werden, sei es durch andere Realaufnahmen, zum Beispiel Landschaften, oder durch künstlich erzeugte Bilder. Eine große Rolle spielen hierbei die heutigen Möglichkeiten der Computeranimation, auch CGI genannt, mit der sich fast alles darstellen lässt, somit auch jede erdenkliche Art von Umgebung.

Senat-Vergleich
Ein Vorher-Nachher-Vergleich.
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Verwendung

Sowohl bei Film- als auch bei Fernsehproduktionen ist die Bluescreen-Technik inzwischen Standard und wird vom abendlichen Wetterbericht bis hin zum Kino-Meisterwerk überall eingesetzt. Neben den großflächigen Hintergründen werden manchmal auch gefärbte Anzüge eingesetzt, mit denen sich Körperteile ersetzen oder auch scheinbar entfernen lassen. Da es bei den blauen Flächen jedoch recht schwierig ist, die richtige Beleuchtung zu erreichen, greift man seit einiger Zeit auch auf grüne Hintergründe, die sogenannten Greenscreens, zurück, die in dieser Hinsicht etwas pflegeleichter sind. Auch bei der Produktion der Prequel-Trilogie wurden im Laufe der Zeit vermehrt Greenscreens verwendet, oft auch in Form von Objekten, deren Oberfläche erst später digital hinzugefügt werden sollte.

Bei Science-Fiction-Filmen wie Star Wars ist die Bluescreen-Technik inzwischen kaum noch wegzudenken, eröffnet sie dem Regisseur doch die Möglichkeit, Szenen an Orten spielen zu lassen, die es in Wirklichkeit nicht gibt, oder an denen das Drehen eines Films ausgeschlossen wäre. Eine Szene, die in einem Studio in England aufgenommen wurde, lässt sich inzwischen mühelos auf einen Planeten in einer weit, weit entfernten Galaxis versetzen, ohne dass es dem Zuschauer überhaupt bewusst wird, die Illusion ist nahezu perfekt.

Weblinks

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