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Lock

C3po r2d2

Der Astromechdroide R2-D2 und der Protokolldroide C-3PO auf Tatooine.

Droide: Ein mechanisches und/oder elektronisches Gebilde, das dazu entwickelt und hergestellt wurde, dem organischen Leben zu dienen.“
— Cybot Galactica Handbuch für die Design-Abteilung (Quelle)

Auch wenn diese Beschreibung in sich vollkommen korrekt ist, kann sie doch das Mysterium Droide nur sehr unzureichend beschreiben. Viele Droiden besitzen eine Persönlichkeit, die oft so komplex programmiert ist, wie die eines lebenden Organismus. Daher stellen Droiden weit mehr dar, als nur einen Computer mit Manipulatoren, der sich selbst fortbewegen kann.[1]

Die meisten Droiden verbinden daher Fähigkeiten wie selbsterkennende Intelligenz, vorausplanende Fortbewegung, vielfältige Informationsaufnahme durch Sensoren, Logik, Manipulationsgeschick und Kommunikationsvermögen. Genau dieses unterscheidet sie von ihren rein robotischen Verwandten, etwa Produktionsroboter in Fabriken, wie man sie oft auf technisch primitiven Welten findet.[1]

Beschreibung

Diese Robotersysteme mit variierendem Grad an künstlicher Intelligenz kommen in fast allen technologisch fortschrittlichen Zivilisationen zum Einsatz. Einige Droidenmodelle besitzen einen Sprachsynthesizer und eine humanoide Gestalt, doch die meisten kommunzizieren mittels einer Programmiersprache und sind durch und durch funktional designt. Trotz ihres unermüdlichen Einsatzes und ihrer bedingungslosen Loyalität ihren Besitzern gegenüber, werden die meisten Droiden als Maschinen ohne eigene Rechte angesehen, und ihre Anwesenheit ist in vielen öffentlichen Bereichen nicht erlaubt.

Geschichte

Droidenprotest

Proteste gegen Droiden.

Wer die Droidentechnologie entwickelte, oder woher sie kam, kann heute nicht mehr geklärt werden. Bekannt ist nur, dass es schon vor den ersten Raumflügen Droiden gegeben hat. Als sicher gilt nur, dass sich die Droiden aus einer archaischen Robotertechnik heraus entwickelten. Die ersten Modelle wurden hierzu mit einer rudimentären Grundprogrammierung versehen, welche sich dann durch Erfahrung selbst an den Aufgabenbereich anpasste. Mit dem Fortschreiten der Elektrotechnologie und Software Programmierung wurde es immer mehr zur Praxis, dass Droiden für ein breiteres Aufgabenspektrum ausgerichtet wurden.[1]

Von Anfang an erfuhren Droiden jedoch eine starke Ablehnung in der Bevölkerung, da diese mit künstlicher Intelligenz ausgestatteten Maschinen für enorme Arbeitsplatzverluste verantwortlich gemacht wurden. Aber auch dies konnte die schnelle Verbreitung der Maschinen nicht verhindern. Schon bald konnte Droiden günstiger produziert und so einem breiten Markt zugänglich gemacht werden. Einen gewaltigen Sprung machte der Droidenabsatz, als Ingenieure damit begannen, Droiden Persönlichkeiten mit auf ihren Weg zu geben. Was anfänglich relativ primitive Sprachmodule, oder sogar künstliche Haut war, die den Droiden weniger fremd wirken lassen sollte. Häufig benutzt wurden auch Slogans wie: "Bringen sie noch heute einen eigenen Droiden in ihre Familie!", die aus der Industrie der künstlichen Haustiere abgeschaut waren.[1]

Auch heutzutage empfinden noch viele Lebewesen eine innere Abneigung gegen Droiden. Motiviert aus der Angst, dass Droiden die eigene Arbeit unwichtig machen könnten, oder nur aus einer angeborenen Abneigung gegen alles, das man nicht versteht. Daher fristen Droiden auch heute noch ihr Leben in einer gesellschaftlich nicht anerkannten Nische. Sie werden zwar zu unangenehmen Arbeiten gerne heran gezogen, aber viele Lebewesen haben immer noch Abneigungen dagegen, dass Droiden zu sehr in ihre persönlichen Bereiche eindringen. Ausnahmen stellen hier eigentlich nur Medi-Droiden dar, welche Erkrankte meistens besser und ungefährdeter versorgen können, als organische Pfleger und Fachkräfte.[1]

Der einzelne Droide

„Hallo. Mein Name ist C-3PO, Roboter-Mensch-Kontakter.“
— C-3PO (Quelle)

Name

Normalerweise besteht der Name eines Droiden aus einer Kombination von Zahlen und Buchstaben, die fast immer die Modellreihe beinhalten. Zusätzlich kommen noch einige Zeichen dazu, um den Individuellen Droiden von den anderen seiner Modellreihe abzuheben. R2-D2 ist beispielsweise ein Industrie-Automaton R2-Serie Astromechdroide. D2 ist dann seine persönliche Bezeichnung, die kein anderer Droide der R2-Serie trägt. Oft werden Ziffernbezeichnungen auch phonetisch ausgeschrieben. So nennt Wedge Antilles seinen Droiden R5-G8 Gate (G-eight). Andere Droiden bekommen ganz persönliche Namen, wie zum Beispiel Corran Horns Astromechdroide Pfeifer heißt. In einigen seltenen Fällen werden Serien auch mit "richtigen" Namen ausgestattet, wie etwa die SIAK Serie der Verpinen.[1]

Klassifizierung

Droiden werden in fünf Hauptklassen eingeteilt. Hierbei beinhalten die Klassen eins bis vier Droiden, die in der Regel eine relativ komplexe Persönlichkeitsmatrix besitzen. Klasse-Fünf-Droiden sind dagegen einfacher strukturiert und werden als Arbeitsdroiden verwendet. Zusätzlich gibt es noch Cyborgs, welche eine Symbiose aus lebenden Organismen und Maschinen darstellen.[1]

Droiden der Klasse Eins

In die Klasse Eins werden alle wissenschaftlichen Droiden geordnet. Dazu gehören Droiden, welche in der Medizin und der biologischen, mathematischen und physikalischen Forschung eingesetzt werden. Sie sind in der Regel die teuersten Droiden, die auf dem Markt verfügbar sind. Obwohl sie über weit überdurchschnittliche Prozessoren verfügen, können sie diese nicht einsetzen, um Probleme in der echten Welt zu lösen. Medi-Droiden sind dabei die am häufigsten auftretenden Klasse-Eins-Droiden. Weiterhin sind sie die einzigen Klasse-Eins-Droiden, welche nicht nur forschen, sondern in ihrem Feld praktisch tätig sind. Klasse-Eins-Droiden sind größtenteils nicht Ziel von Anti-Droiden-Bewegungen, da die wenigsten Lebewesen mit ihnen in Kontakt treten. Lediglich die Medi-Droiden bilden hier eine Ausnahme, da sie sehr direkten Kontakt mit Lebewesen haben. Forscher schätzen an Klasse-Eins-Droiden, dass man mit ihnen stundenlang über die Forschung reden kann, ohne je zu einem anderen Thema abzuschweifen, während andere Lebewesen dies häufig als langweilig oder arrogant empfinden.[1] (→ Liste der Klasse Eins Droiden)

Droiden der Klasse Zwei

Klasse-Zwei-Droiden sind hauptsächlich im Bereich des Ingenieurwesens und der angewandten Wissenschaften, sowie als Techniker zu finden. Darin unterscheiden sie sich hauptsächlich von Klasse-Eins-Droiden, welche keine praktische Lösung zu Problemen suchen. Da Klasse-Zwei-Droiden meistens eine sehr zweckdienliche Form und Gestalt besitzen und normalerweise nicht über die die Fähigkeit verfügen, sich mittels Sprache auszudrücken, werden sie von den meisten Lebewesen als nicht sonderlich intelligent betrachtet. Dabei sind sie in der Regel sehr weit entwickelt und verfügen über eine ausgeprägte Persönlichkeitsmatrix. Deshalb ist es nicht unüblich, dass sich Klasse-Zwei-Droiden auf die Suche nach ihrem Schicksal machen. Zu den Klasse-Zwei-Droiden gehören Astromechdroiden, Aufklärungsdroiden, Umweltdroiden, Ingenieurdroiden und Wartungsdroiden.[1] (→ Liste der Klasse Zwei Droiden)

Droiden der Klasse Drei

Die Droiden der Klasse Drei simulieren am besten das organische Leben, da sie dafür gedacht sind, mit Lebewesen zu kommunizieren und zu interagieren. Klasse-Drei-Droiden sind die letzte Art von Droiden, die entwickelt wurden. Sie sind meistens mit einer Recheneinheit ausgestattet, die versucht ein organisches Gehirn zu simulieren. Das Programmieren eines solchen zählt jedoch zu den kompliziertesten und forderndsten Tätigkeiten eines Programmierers. Oft entwickeln Klasse-Drei-Droiden eine sehr eigene Persönlichkeit, wenn sie vor Speicherlöschungen bewahrt bleiben. Zu den Klasse-Drei-Droiden gehören Protokolldroiden, Dienerdroiden, Erziehungsdroiden und Haushaltsdroiden.[1] (→ Liste der Klasse Drei Droiden)

Droiden der Klasse Vier

Oft werden Klasse-Vier-Droiden als "Droiden mit Waffen" bezeichnet. Während diese Bezeichnung zwar relativ grob ist, ist sie durchaus vertretbar. Genauer gehören in die Klasse vier alle Droiden, welche mit einem aggressiven Hintergedanken gebaut wurden. Klasse-Vier-Droiden werden mit den strengsten Beschränkungen hinsichtlich Handel und Besitz belegt, was mit der Natur dieser Droiden zu begründen ist. Normalerweise stellen freilaufende Droiden mehr eine Kuriosität dar, aber bei Klasse-Vier-Droiden, welche für aggressive Tätigkeiten gebaut sind, können diese schnell zu einer Gefahr werden. Zu den Klasse-Vier-Droiden gehören Sicherheitsdroiden, Gladiatordroiden, Kampfdroiden und Attentäterdroiden.[1] (→ Liste der Klasse Vier Droiden)

Droiden der Klasse Fünf

Droiden mit wenig Intelligenz und kaum Persönlichkeitsprogrammierung gehören in die Klasse Fünf. Zu den Klasse-Fünf-Droiden gehören auch die ersten der je hergestellten Droiden. Sollten Klasse-Fünf-Droiden mit zu viel Intelligenz ausgestattet sein, kann es passieren, dass sie das Elend ihres Arbeitsbereiches erkennen und fortan ihre Arbeit nur noch halbherzig erledigen, oder gar anfangen zu revoltieren. Da man Droiden an jeder Ecke begegnet, kommt fast jedes Lebewesen früher oder später mit ihnen in Kontakt. Zusammen mit der Tatsache, dass Klasse-Fünf-Droiden Lebewesen viele Arbeitsplätze weggenommmen haben, sind sie häufig Ziel von Aggressionen. Zu den Klasse-Fünf-Droiden gehören hauptsächlich Arbeitsdroiden.[1] (→ Liste der Klasse Fünf Droiden)

Cyborgs

Cyborgs sind eine Spezialform der Droiden. Als Cyborg gelten alle Lebewesen, welche mit mechanischen Teilen ergänzt oder verbessert wurden. Dies kann von dem ersetzen einzelner Körperteile bis zur kompletten Rekonstruktion eines Körpers gehen. Auch als Cyborgs gelten Lebewesen, welche ihr Gehirn mit einem Computer verbunden haben.[1] (→ Liste der Cyborgs)

Droidenverhalten

„Tiere sterben nun mal. So ist das Leben. Maschinen hingegen funktionieren so lange, wie man sie instand hält. Im Großen und Ganzen mag mein Leben nicht viel bedeuten, aber ich habe vierhundert Standardjahre lang gearbeitet und Pläne geschmiedet und intrigiert und betrogen, um es zu erhalten. Ich hänge an meiner Existenz und werde sie nicht für etwas derart sinnloses aufs Spiel setzen wie das Hinauszögern des unvermeidlichen Endes tierischen Fleischs.“
— Solis auf dem Raumhafen von Phindar (Quelle)

Von Natur aus hat jeder Droide einer Produktionsreihe dieselbe Programmierung, und damit auch dieselben Charakterzüge. Zwar lassen die Persönlichkeitsmatrizen der Droiden normalerweise eine Entwicklung des Charakters zu, so entwickeln viele Droiden, wenn sie lange genug sich selbst überlassen werden, eine eigene Persönlichkeit, die ihre Basisprogrammierung überlagert, doch das Verhalten wird immer von den Einstellungen, den sogenannten Basishemmungen, die der Droide von seinen Herstellern bekommen hat, eingeschränkt. So wird ein Sicherheitsdroide von Natur aus misstrauisch sein und dieses Verhalten auch nicht mit der Zeit ablegen. Deshalb spiegelt der Charakter eines Droiden meistens den Zweck wieder, für den er ursprünglich konstruiert wurde. Während der vorher erwähnte Wachdroide immer ein grundlegendes Misstrauen besitzt, wird ein Medi-Droide meist mitfühlend sein.[1] Die oben genannten Basishemmungen sind im Kernprogramm, welches auf der tiefsten Speicherebene zu finden ist, abgespeichert. Dieses Kernprogramm lässt sich weder überschreiben noch löschen. Das Kernprogramm sorgt dafür, dass der Droide immer nach einem strengen moralischen und ethischen Regelwerk funktioniert. So besitzen alle Droiden, mit der Ausnahme von Kampfdroiden und Attentäterdroiden, ein Programm, nach dem sie kein organisches, intelligentes Wesen töten können, sei es aktiv oder passiv. Ein anderes Programm besagt, dass sich Droiden nicht zerstören lassen dürfen, außer ein organisches, intelligentes Wesen würde andernfalls verletzt. Droiden sind dazu programmiert, den Befehlen ihres Besitzers zu gehorchen. Ausnahmen bilden Befehle, die den Basishemmungen widersprechen. In solch einem Fall wird der Droide seinem Herrn sofort mitteilen, warum er den Befehl nicht ausführen kann.[2]

Speicherlöschung

Droidentechniker

Der Speicher eines Droiden wird gelöscht.

Obwohl grundlegende Charaktergrundzüge immer erhalten bleiben, können sie stark erweitert werden, je nachdem was ein Droide erlebt. Ein sehr gutes Beispiel hierfür ist R2-D2. Er erlebte sehr viele Dinge, ohne dass sein Speicher je gelöscht wurde. Zusammen mit immer wieder wechselnden Besitzern entwickelte sich in ihm ein sehr eigenständiger Charaker, der selbstständig Entscheidungen traf und sich mitunter sogar gegen Befehle zur Wehr setzte. So weigerte er sich etwa für Luke Holoaufzeichnungen aus der Zeit seines Vaters abzuspielen, als Luke ihm dies im Jahr 36 NSY befahl.[3]

Um dieses unkooperative Verhalten zu unterdrücken, werden bei Droiden oft Speicherlöschungen vorgenommen. Normalerweise wird die Persönlichkeit des Droiden wieder auf Fabrikstandard zurückgesetzt, wenn der Speicher gelöscht wird. Allerdings gehen die Techniker dabei oft nicht sehr gründlich vor und so können gewisse Charakterzüge eine Speicherlöschung überstehen. Auch physische Änderungen am Droiden können Charakterzüge über eine Speicherlöschung hinweg retten. Wenn Droiden feststellen, dass ihr Speicher gelöscht wurde, nehmen sie dies normalerweise als Teil ihrer Existenz hin. Einige, wenige Droiden wollen danach jedoch rausfinden, wer sie vorher gewesen sind. Dies führt in seltenen Fällen zu einer Besessenheit, die den Droiden dazu drängt, seine Pflichten zu vernachlässigen und seiner Geschichte nachzugehen, was meistens eine erneute Speicherlöschung zur Folge hat.[1]

Viele Besitzer von Droiden finden jedoch die Speicherlöschung unpraktisch, da bei der Löschung auch wichtige Informationen entfernt werden, die ein Droide erworben hat, und es Jahre dauern kann, einen Droiden voll auszubilden. In Fällen von fehlerhaften Verhalten wird dann ein Hemmbolzen verwendet, der ein vorübergehendes Kontrollmittel ist.[2]

Droiden und das Gesetz

Per Gesetz sind alle Droiden mit einem sogenannten Lebenserhaltungsprogramm ausgestattet. Diese sollen verhindern, dass Droiden organische Wesen verletzen oder gar töten. Auch Droiden, die aufgrund ihres Aufgabenbereiches unter gewissen Umständen Lebewesen verletzen können müssen, wie etwa Sicherheitsdroiden oder Kammerjägerdroiden, verfügen über ein Lebenserhaltungsprogramm. Diese Programme helfen dem Droiden, die Verhältnismässigkeit von Gewalt einschätzen zu können. So würde in normalen Situationen kein Wachdroide Lebewesen verletzen, wenn jedoch ein Lebewesen im Aufgabenbereich des Droiden das zu beschützende Objekt bedroht, wird das Lebenserhaltungsprogramm nun ermitteln, ob die Bedrohung auch ohne Anwendung von Gewalt abwendbar ist. Sollte diese Evaluation negativ ausfallen, wird das Programm dem Droiden die Benutzung von Gewalt erlauben.[1]

Während die meisten Droiden einfach nur ihren Tätigkeiten nachgingen, kam es ziemlich schnell auch dazu, dass Droiden Straftaten begingen. Hierbei gab es generell zwei Möglichkeiten: Der Droide handelte aus eigener Initiative oder auf Anweisung seines Besitzers. Dennoch wurden beide Varianten gleich geahndet. Die in den sogenannten "Droiden Statuten" festgelegten Gesetze legten fest, dass bei einer Straftat eines Droiden der Besitzer angeklagt wird, als hätte dieser das Verbrechen selbst verübt. Seit der Gründung des Imperiums sind Verbrechen von Droiden in fünf Klassen eingeteilt.[1]

Klasse eins verbrechen

Ein Droide begeht eine Klasse Eins Straftat an einem Menschen.

Straftaten der Klasse Eins stellen die schwerste Variante von Droiden-Verbrechen dar. Hierzu zählen unter anderem Verschwörungen, um die Regierung zu stürzen, absichtliche Tötung intelligenter Lebewesen, Spionage gegen die Regierung. Aufgrund des generellen Misstrauens gegen Droiden wurden Klasse Eins Straftaten meist totgeschwiegen. Die Bestrafung für Klasse Eins Straftaten beinhaltet eine Haftstrafe von fünf Jahren bis Lebenslänglich für den Besitzer und die Zerstörung des Droiden.[1]

Straftaten der Klasse Zwei galten zwar immer noch als relativ schwere Verbrechen, aber bei weitem nicht so schlimm wie Klasse Eins Straftaten. Hierzu zählen unter anderem unfreiwillige Tötung von intelligenten Lebewesen, Besitz und Einbau von illegalen Waffen in einen Droiden oder illegale Programmbestandteile. Die Bestrafung beinhaltet eine Haftstrafe von fünf bis dreißig Jahren für den Besitzer und normalerweise eine Speicherlöschung mit anschließendem Wiederverkauf des Droiden.[1]

Straftaten der Klasse Drei wurden eigentlich nur von lokalen Polizeistellen bearbeitet. Zu ihnen zählen unter anderem Diebstahl von mehr als 10000 Credits, Besitz oder Einbau von Waffen ohne eine Erlaubnis oder der physischer Angriff auf intelligente Lebewesen, welcher nicht mit dem Tod des Opfers endet. Die Bestrafung hierfür ist eine Geldstrafe von 1000 bis 5000 Credits und eine Speicherlöschung mit Wiederverkauf des Droiden.[1]

Straftaten der Klasse Vier sind wohl die häufigsten Verbrechen im Zusammenhang mit Droiden. In größeren Städten und Raumhäfen werden sie oft ignoriert, während sie in ländlichen Gegenden meist mit größtmöglicher Härte bestraft werden. Dazu zählen unter anderem Diebstahl zwischen 5000 und 10000 Credits, Benutzung von verbotenen Programmen, Beschädigung von Gegenständen (wozu auch andere Droiden zählen) oder Hausfriedensbruch in für Droiden gesperrten Gebieten. Die Bestrafung beinhaltete eine Geldstrafe von 300 bis 3000 Credits.[1]

Straftaten der Klasse Fünf schließlich werden selten geahndet und gleichzeitig auch am häufigsten begangen. Dazu zählen unter anderem kleinere Diebstähle bis 5000 Credits, das Fehlen eines Hemmbolzens oder einer ähnlichen Einrichtung zur Kontrolle des Droiden oder ein verbaler Angriff auf organische Wesen. Falls sie überhaupt bestraft werden, bedeutete dies eine Geldstrafe von 100 bis 1000 Credits und eventuell eine Speicherlöschung.[1]

Während in Gegenden mit einer sehr hohen Droidendichte wie Coruscant Straftaten der Stufe vier und fünf sehr oft ignoriert werden, so werden auf weniger technologisierten Welten wie etwa Tatooine oder Gamorr eine von einem Droiden verübte Straftat meist die komplette Staatsgewalt auf den Plan rufen.[1] Droiden besaßen außerdem gegenüber Lebewesen eingeschränkte Rechte. Sie hatten kein Anrecht auf Repräsentation im Senat[4] und durften ohne Begleitung keine Fahrzeuge steuern[5], auf vielen Welten nicht einmal ohne Begleitung ein automatisches Taxi benutzen[6]. Zur Zeit der Neuen Republik existierte jedoch eine Droidenrechtsbewegung, die sich für sie einsetzte.[7]

Droidenkonstruktion

„Ich bau mir gerade einen Droiden!“
— Anakin Skywalker (Quelle)

Jeder Droide besitzt zwei wichtige Bestandteile: das Chassis und den Kernprozessor, ohne den er nicht funktionieren kann.

Droiden-Chassis

Das Chassis eines Droiden hat viele Funktionen. Zu allererst bestimmt es die ungefähre Größe des Droiden und die Fortbewegungsart. Des Weiteren bietet das Chassis Anschlüsse und Schutz von internem Zubehör. Insgesamt gibt es sechs Grundtypen:

  • 01. Stationäre Droiden: Stationäre Droiden können sich nicht fortbewegen, da sie an ihrem Arbeitsplatz befestigt sind. Wie etwa der medizinische Assistent oder der TT-8L-Portaldroide.
  • 02. Räderdroiden: Räderdroiden besitzen ein oder mehrere Antriebsräder, mit denen sie sich fortbewegen. Sie sind normalerweise an glatte Oberflächen angepasst und können keine Treppen steigen. Der beliebte R-10-Haushaltsdroide ist ein Beispiel für einen Räderdroiden.
  • 03. Raupendroiden: Raupendroiden, wie der veraltete LIN-Demolitionmech, können sich auf unebenen Flächen fortbewegen, doch keine Treppen steigen.
  • 04. Gehende Droiden: Gehende Droiden haben ein Chassis mit meist zwei oder vier Beinen. So können sie sich fast durch jedes Gelände fortbewegen. Das häufigste Gehdroiden-Chassis ist das humanoide, dessen Skelettform sich zum Beispiel bei den B1-Kampfdroiden der Handelsföderation zeigt.
  • 05. Schwebedroiden: Schwebedroiden besitzen einen Repulsorlift, mit dem sie bis zu zehn Meter über den Boden schweben können. Ein typische Schwebedroide ist der TT40-Bibliotheksdroide.
  • 06. Fliegende Droiden: Fliegende Droiden besitzen durch ihren Unterlichtantrieb eine große Unabhängigkeit. Sie sind jedoch sehr teuer, dafür aber hoch entwickelt. Die Droiden-Sternjäger der Handelsföderation hatten ein Chassis, das auf dem Boden in einem Laufmodus schaltete.[2]

Kernprozessoren

Jeder Droide besitzt einen Kernprozessor, der unterschiedlich groß sein kann. Alle Kernprozessoren sind mit einem Kernprogramm digital verschlüsselt. Dieses Kernprogramm enthält alle Informationen, die der Droide braucht: Bewegungskontrolle, Benimmregeln, Reaktionsvermögen, Analyse-Programmen etc. Die Programmierung eines Droiden überdeckt das Kernprogramm mit erworbenen Wissen, erlernten Fähigkeiten, Verhalten und einem Sinn für Moral.[2]

Droidenkörperteile

Im Gegensatz zu organischen Lebewesen, die vielseitige Gliedmassen haben, haben Droiden Spezialglieder, die individuell an ihre Aufgaben angepasst sind. Nur sehr wenige besitzen überhaupt keine Bedienungselemente. Die Gliedmassen ermöglichen es dem Droiden Objekte zu berühren, zu halten, zu heben, zu benutzen oder zu zerstören (Kampfdroiden). Es gibt drei Hauptmodelle von Gliedmassen. Klemmen, Klauen und Hände. Klemmen und Klauen sind Übergänge zwischen Werkzeug und richtigen Händen und haben nur eine begrenzte Funktion.[2]

Droidenzubehör

„Der Haltebolzen hat sein System kurzgeschlossen.“
— C-3PO zu Luke Skywalker (Quelle)

Für Laien ist es häufig schwierig, den Droiden zu modifizieren. Daher bieten viele Hersteller an, ihre Produkte bereits ab Werk über das Basispaket hinaus aufzurüsten. Entweder mit internen oder externen Zubehör. Nachstehend eine Liste mit den beliebtesten Optionen.

Internes/Externes Zubehör

  • Aufzeichnungsgerät: Mit diesem Gerät kann ein Droide Bild und Ton aufzeichen und abspielen. Er kann jeden Teil der Aufzeichnung löschen oder überschreiben.
  • Diagnosepaket: Mit dem Diagnospaket wird es dem Droiden ermöglicht, andere Droiden zu überwachen, um Fehlfunktionen aufzuklären.
  • Heuristischer Prozessor: Er ermöglicht es einem Droiden, durch Ausprobieren zu lernen, ohne dass ein Lehrer nötig wäre. Hiermit kann der Droide Lösungen oder Vorschläge gegeneinander abwägen und die beste Vorgehensweise bestimmen.
  • Internes Aufbewahrungsfach: Sie dienen dazu, kleine Objekte sicher und unerkannt zu transportieren.
  • Komlink: Viele Droiden können zwar die Standard-Komlinks verwenden, doch ein internes, in den Hauptcomputer des Droiden integriertes Komlink funktioniert effizienter und man braucht zudem keinen Vokabulator.
  • Selbstzerstörungssystem: Um eine Entnahme von wichtigen Daten, die sich auf der Festplatte befinden, zu verhindern, gibt es kleine Explosivladungen, die bei Aktivierung den Droiden vollständig vernichten. Üblicherweise wird die Selbstzerstörung ausgelöst, wenn der Droide angegriffen wird oder jemand versucht, seine Ummantelung zu öffnen. Attentäter programmieren solch eine Sprengladung so um, dass sie ausgelöst wird, wenn sich der Droide eine bestimmten Person auf wenige Meter nähert.
  • Sensorenaufrüstung: Normale Sensoren funktionieren unterhalb oder im Bereich der menschlichen Wahrnehmung. Die Aufrüstung der Sensoren verleiht dem Droiden ein überlegeneres Seh- und Hörvermögen gegenüber organischen Wesen. Es gibt Bewegungssensoren, Schallsensoren und visuelle Sensoren. Der Bewegungssensor ermöglicht es dem Droiden jedwede Lebensform an jedem Ort der Sensorenreichweite aufzuspüren. Mit den Schallsensoren kann der Droide auch Laute auf Infra- und Ultraschallfrequenzen empfangen. Die visuellen Sensoren umfassen üblicherweise Infrarotsicht, Dämmerlichtsehvermögen, Teleskopsicht oder 360°-Sicht. Die Infrarotsicht erlaubt es dem Droiden, in völliger Dunkelheit Objekte, deren Temperatur von der ihrer Umgebung abweicht, in bis zu 30 Meter Entfernung wahrzunehmen. Mit den Dämmerlichtsensoren kann ein Droide bei Mondlicht oder unter Wasser sehen. Teleskopsicht gibt dem Droiden eine gestochen scharfe Fernsicht, während die 360°-Sicht ihm den gleichzeitigen Blick in alle Richtungen ermöglicht.
  • Übersetzereinheit: Mit dieser Einheit kann ein Droide Informationen aus verschiedenen Sprachen verstehen und weitergeben.
  • Umweltkompensationsadapter: Diese Adapter sind Spezialanfertigungen, die für die Droiden vorbehalten sind, die unter extremen Bedingungen, etwa bei Kälte, Hitze, Feuchtigkeit oder in stärkstem Schmutz, funktionieren müssen.
  • Vokabulator: Der Vokabulator ermöglicht es dem Droiden zu sprechen. Standardmäßig werden Vokabulatoren nur in Droiden eingebaut, für die Verwendung von Sprache unumgänglich ist, wie bei Protokolldroiden.
  • Abschaltknopf: Mit diesem Schalter, der leicht zugänglich ist, kann der Besitzer seinen Droiden deaktivieren, meist mithilfe eines Kodes.
  • Ausziehbare Verlängerung: Diese Verlängerungen können die Standardreichweite eines Droiden um bis zu zwei Meter vergrößern. Besonders nützlich ist sie für kleinere Droidenmodelle.
  • Fernprozessor: Ein Droide, der einen Fernprozessor anstatt des üblichen internen Prozessors verwendet, verhält sich wie eine ferngesteuerte Drohne. Die Reichweite lässt sich, abhängig vom Modell, von einem auf mehrere tausend Kilometer erweitern. Mit Fernprozessoren lassen sich sogar mehrere Droiden gleichzeit kontrollieren. Der Vorteil von Fernprozessoren liegt darin, dass ein ferngesteuertee Droide oft schneller auf unerwartete Situationen ragieren kann, als ein selbstständiger Droide. Dafür ermöglicht ein interner Prozessor dem Droiden schneller auf Standardprobleme zu reagieren.
  • Haltebolzen: Der Haltebolzen hindert den Droiden daran, einen bestimmten, begrenzten Bereich zu verlassen. Der Bolzen wird entweder automatisch oder durch ein Signalgerät aktiviert und schaltet dann den Droiden ab.
  • Magnetfüße: Die Magnetfüße ermöglichen es einem Droiden, sich auf bewegenden Gegenständen zu halten, oder steile Anstiege zu überwinden. Voraussgesetzt, der Untergrund ist aus magnetisierbarem Material. Vor allem Astromechdroiden erhalten Magnetfüße, da sie oft auf der Außenhülle von Raumschiffen arbeiten müssen.
  • Panzerung: Droiden, die etwa auf einem Krisenschauplatz zum Einsatz kommen, werden mit einer Panzerung versehen. Doch eine Panzerung bedeutet auch, dass der Droide in der Bewegungsfreiheit eingeschränkt wird.
  • Rosthemmer: Bei diesem teuren Verfahren werden die Verschleißteile mit Schmieröl und einer Versiegelung beschichtet, die eine Zersetzung verhindert und so die Betriebsdauer des Droiden erhöht.
  • Schilde: Da die Kosten für Droidenschilde enorm sein können, werden nur die wenigsten Droiden mit Schilden ausgestattet. Die Droidekas der Handelsföderation waren zum Beispiel mit solchen Schilden ausgerüstet.
  • Waffenhalterungen: Damit lassen sich verschiedene Waffen an den Droiden befestigt werden. Gewöhnlich sind die Waffenhalterungen nur bei Kampfdroiden zu finden.
  • Werkzeughalterungen: Durch dieses Zubehör wird der Droide mit einer Vielzahl von austauschbaren Werkzeugen ausgestattet.[2]

Droidenmodifikationen

Während die meisten Besitzer ihre Droiden im Urzustand belassen, modifizieren einige ihre Droiden, um den Verwendungszweck des Droiden zu erweitern. Prinzipiell können jedoch alle Droiden durch die Installation von zusätzlichen Programmen oder Bauteilen modifiziert und an neue Aufgaben angepasst werden. So wollen beispielsweise viel Bürger ihre Protokolldroiden so umbauen, dass diese auch als Butlerdroiden fungieren können.

Neuprogrammierung

Die tiefgreifendste Form des Modifizierens ist die Neuprogrammierung des internen Programms oder des Hauptprozessors eines Droiden, um diesem neue mentale Kapazitäten zu erschließen. Besonders oft wird die Sprach- und Lernfähigkeit erweitert. Weniger gesetzestreue Droidenbesitzer programmieren auch harmlos wirkende Protokolldroiden zu Attentätern um.

Entfernen des Kreativitätsdämpfers

Durch das Entfernen des Kreativitätsdämpfers kann ein Droide einem vollständigen Bewusstsein so nahe kommen, wie es einem Droiden nur möglich ist. Der Droide hat dann die Möglichkeit, menschliche Züge und Verhaltensweisen anzunehmen. Er kann einen Hang zum Humor und zu Sarkasmus entwickeln. Der Droide zeigt aber, nach der Entfernung keine Unterwürfigkeit mehr, sondern Selbstvertrauen und kann gierig nach Credits werden. Ein Beispiel für einen Droiden ohne Kreativitätsdämpfer ist I-5YQ.[8]

Quellen

Einzelnachweise

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