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Kanon

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Der Kanon, oder auch Star-Wars-Kanon genannt, ist ein „Roter Faden“, der sich durch die gesamte Star-Wars-Geschichte zieht. Das Wort Kanon an sich kommt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie Maßstab oder Vorschrift. Die „normale“ Bedeutung des Wortes Kanon kann also auch für den Star-Wars-Gebrauch verwendet werden.

Das ehemalige System, das durch George Lucas’ Führung eingeführt wurde, bestand aus mehreren Stufen. Es war aus dem G-Kanon,dem T-Kanon, dem C-Kanon, dem N-Kanon und dem D-Kanon zusammengesetzt, die bestimmten, was wie in das Star Wars-Universum passt und aufgenommen wird. Dieses System stellte sicher, dass keine falschen, beziehungsweise nicht passende Infos in die Zeitlinie des Universums geraten. Dieses System wurde unter Disney jedoch verabschiedet, um den zukünftigen Filmen und Werken Platz zu schaffen. Vorerst wurde auf Twitter angekündigt, dass es sich um alle Geschichten nach Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter handelt. Später wurde bekannt gegeben, wie es die bisherige Zeitlinie beeinflussen werde. Es wurde die meisten Werke in den Legends-Teil gesteckt, außer Episode I – Die dunkle Bedrohung, Episode II – Angriff der Klonkrieger, Episode III – Die Rache der Sith , Episode IV – Eine neue Hoffnung , Episode V – Das Imperium schlägt zurück, Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter und The Clone Wars. Daneben blieben einzelne Buchwerke im Kanon-Bereich vorhanden.

Geschichte

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Nachdem die Klassische Trilogie uraufgeführt wurde, wurden mehrere Bücher und Radiosendungen veröffentlicht bzw. gesendet. Doch weder George Lucas noch Lucasfilm dachten an die Einführung eines Kanons bzw. einer Richtlinie, an die sich Autoren halten mussten. Erst mit dem im Jahr 1991 erschienen Buch Erben des Imperiums führte Lucas eine Richtlinie ein, an die sich alle Autoren halten müssen. Weiterhin stellte er so sicher, dass die darauffolgenden Bücher sich auf denen davor aufbauen mussten, das heißt: Die Geschehnisse jedes Buches mussten in Einklang mit denen eines anderen Buches stehen, damit keine Ungereimtheiten auftauchen konnten. Im speziellen heißt das also, dass, wenn Darth Vader im Jahr 4 NSY gestorben ist, wie es in den Filmen der Fall ist, er in einem Buch, das im Jahr 25 NSY spielt, nicht einfach weiterleben kann, ohne, dass es dafür eine logische Erklärung gibt. Da viele Fans nicht genau wussten, welches Buch nun kanonisch ist und welches nicht, hat Lucas eine internationale offizielle Kanonpolitik eingerichtet. Offizielle Star Wars-Bücher und -Comics erkennt man am LucasBooks-Logo, die Star Wars-Spiele am LucasArts-Logo.

Einige Zeit nach dem Aufkauf der Star Wars-Lizenz durch Disney wurde im Jahr 2014 am 25. April der uns alte bekannte Kanon neu gestaltet. In den Neuigkeiten wurde eine Ansage veröffentlicht und auf YouTube erstellten die LucasArts-Mitarbeiter ein Video, das den alten Kanon, der über 35 Jahre nun existierte und von den Fans geliebt wurde bzw. wird, verabschiedet, um ein neues System aus dem Hause der Story Group zu verwenden. Er besteht bisher lediglich nur aus zwei Stufen: dem Kanon und dem Legends-Kanon.

Stufen des Kanons (alt)

Im Allgemeinen wurde bis zum Jahr 2014 zwischen fünf verschiedenen Stufen des Kanons unterschieden:

Stufe Beschreibung
G-Kanon Der G-Kanon ist der absolute Kanon und steht über allen anderen Kanons, das G steht für George Lucas. Der G-Kanon umfasst die Star-Wars-Kinofilme, die dazugehörigen Filmskripte und Bücher zu den Filmen und ein jedes von George Lucas zu Star Wars geäußertes Wort.[1]
T-Kanon Der T-Kanon ist der TV-Kanon und beinhaltet alle neueren Fernsehserien, also The Clone Wars und die Live-Action-TV-Serie.[1]
C-Kanon Der C-Kanon ist der Kanon eines jeden Star-Wars-Buches, -Spieles, -Comics, -Cartoons und Fernsehfilms und steht an dritter Stelle der Kanonhierarchie, das C steht für Continuity (engl. für Kontinuität). Spiele und Quellenbücher zu Rollenspielen sind allerdings wieder eine besondere Art des C-Kanons, da nicht alles, was in den Spielen und Rollenspiel-Quellenbücher steht, als kanonisch angesehen werden kann (so zum Beispiel die Charakterwerte der Rollenspiele).[1]
S-Kanon Der S-Kanon ist der sekundäre Kanon und steht für Geschichten um Star Wars, die den Kanon nicht weiterführen, aber trotzdem ein Teil des Kanons sind, da einige Elemente in ihnen dem offiziellen Kanon nicht widersprechen. So zum Beispiel das Online-Rollenspiel Galaxies.[1]
N-Kanon Der N-Kanon ist der Nicht-Kanon. Alle Geschichten um Star Wars, die mit dem N-Kanon „gezeichnet“ sind, sind nichtkanonisch. Diese Geschichten behandeln meist „Was wäre, wenn...“-Themen. So sind zum Beispiel alle Infinities nichtkanonisch. Sobald jedoch ganze Geschichten, Personen, Ereignisse oder ähnliches in einem anderen Werk, meist in Sachbüchern, wieder aufgegriffen werden, ändert sich sie Kontinuität von N-Kanon zu C-Kanon.[1]
D-Kanon Der D-Kanon ist gleichgültig mit dem Nicht-Kanon, also ebenfalls unkanonisch. Er wurde speziell für die Serie Detours definiert, die es schließlich nie auf den Bildschirm schaffte. Diese Kanon-Definition solle der Serie mehr Spielraum verschaffen.[2]

Stufen des Kanons (neu)

Die Stufen des Kanons, nachdem Disney ihn am 25. April 2014 neu definierte:

Stufe Beschreibung
Kanon Der Kanon beinhaltet alle Filme, also Episode I, II, III, IV, V und VI, sowie die neuen drei Filme, Episode VII, VIII und IX. Daneben werden die dazugehörigen Romane dazugezählt, es wird The Clone Wars und neue Serien, wie Rebels, oder neue Bücher, die als kanonisch bestätigt werden, zum Kanon gezählt.
Legends Diese Definition ist für alles weitere Star Wars-Material, welches einmal zum Erweiterten Universum zählte. Ein paar Romane und Werke wurden in den neuen Kanon mit einbezogen, wie zum Beispiel Heir to the Jedi.

Weblinks

Quellen

Einzelnachweise

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