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Kitonaker

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Kitonaker
Kitonaker
Allgemeines
Heimatwelt:

Kirdo III

Lebensraum:

Wüsten

Merkmale:
  • Zähe Lederhaut
  • können Körperöffnungen unter Hautlappen verstecken
Klasse:

Humanoide[1]

Intelligenz:

Intelligent[1]

Sprache:

Kitonakisch

durchschnittliche Lebenserwartung:

121+

Beschreibung
Durchschnittliche Größe:

1,0 – 1,5 Meter

Hautfarbe:

Weiß bis Rosafarben

Weitere Daten
Bekannte Individuen:

Droopy McCool, Anarc, Kruc, Terno

„Sie gehören zu den zählebigsten Spezies in der Galaxis. Man weiß von Kitonaks, daß sie wochen-, manchmal monatelang ohne Nahrung überleben und keinen Schaden nehmen.“
— C-3PO (Quelle)

Kitonaker sind eine humanoide Spezies vom Planeten Kirdo III, die vor allem als Musiker bekannt sind, obwohl viele auch auf ihrer Heimatwelt als Nomaden arbeiten. Sie besitzen eine zähe Lederhaut, die ihre Körperöffnungen überlappen und so vor Sandstürmen auf ihrer Heimatwelt schützen kann. Sie gelten als langsamste Spezies der Galaxis, doch betrachten sich die Kitonaker selbst als geduldig.

Biologie

Kitonaker-UAA

Ein Kitonaker.

Die Kitonaker können sich in sich selbst zurückziehen und Körperöffnungen unter Hautlappen verstecken. Dadurch sind sie vor rauem Wüstenklima gut geschützt, welches auf ihrer Heimatwelt Kirdo III herrscht. Sie haben eine zähe Lederhaut, die auch rauen Bedingungen standhält und weiß bis rosafarben ist. Zudem besitzen sie mehrere Organe doppelt, darunter auch ihre Lunge, sodass sie beinahe vier Stunden die Luft anhalten können, wenn sie sich nicht überanstrengen.[1][2] Augen, Ohren und Mund der Kitonaker sind sehr klein und kaum zu erkennen. Obwohl die Finger Kitonaker sehr kurz und üppig sind, können sie sie sehr geschickt einsetzen. Sie bewegen sich sehr langsam fort, indem sie ihre Muskeln anziehen oder entschlaffen lassen. Die kräftigen Füße der Kitonaker mit zwei Zehen verankern sich im Boden, während der Körper leicht nach vorne gebeugt ist.[1][2] Ebenso haben sie zwei kräftige Arme mit je drei Fingern.[1] Wenn die Stürme jedoch auch Felsen aus ihrer Verankerung reißen, vergraben sich die Kitonaker im Sand, um der Gefahr zu entgehen.[2] Zudem können die Kitonaker durch ihren einzigartigen Körperbau vornübergeneigt durch die Wüsten ihrer Heimatwelt schlittern. Die olfaktorischen Organe befinden sich in den Füßen, sodass sie ihre Beute durch den Sand oder die Winde wittern können.[1]

Kultur und Gesellschaft

Kitonaker-Musiker

Ein musizierender Kitonaker.

Die meisten Kitonaker sind auf ihrer Heimatwelt als Nomaden tätig und leben in Stämmen von etwa einhundert Mitgliedern mit ihren Chuuba-Herden. Die Stämme bilden auch eine Art Regierung, doch die Kommunikation untereinander ist gering und so vergehen meist Jahre, bis sie zusammentreffen und das zu besprechende Problem dann sich oft schon gelöst. Aufgrund dieser Lebenart ist die Technik der Kitonaker sehr unterentwickelt und beschränkt sich meist auf einfache Werkzeuge oder Musikinstrumente. Als besonderer Höhepunkt des Tages gilt das Geschichtenerzählen[2] und Singen[1] am Abend, wenn alle Mitglieder eines Stammes zusammenkommen und Erzählungen vortragen. Manchmal dauert es mehrere Nächte lang, bis eine Geschichte zu Ende ist, da jeder Kitonaker Informationen oder Details hinzufügen darf. Die Geschichten sollen den jüngeren Zuhörern die Wichtigkeit der Geduld zeigen[2] und ihnen ihre Heimat näherbringen. Die meisten Geschichten konzentrieren sich auf den Regen, der nur sehr selten auf Kirdo III fällt.[1] Zudem schweißt es die Stämme zusammen, sodass sich viele der Kitonaker zu anderen Vertretern ihrer Art zugezogen fühlen.[3] Da etwa nur alle zehn Jahre Regen auf Kirdo III fällt, wird dieser Tag besonders gefeiert und alle Stammesmitglieder sammeln sich in Flussbetten zu der sogenannten Feier des Lebens, um den Tanz der Liebe zu vollführen. Nach diesem Paarungsritual sollen die Frauen ein Kind gebären. Obwohl die Schwangerschaft bei den Kitonakern sehr kurz dauert, wird das Kind während der Regenzeit noch schneller zur Welt gebracht. Die jungen Kitonaker bleiben noch lange bei ihrer Mutter, bis sie alleine im Sandsturm stehen können. Im Alter von neun Jahren gelten die Kitonaker als erwachsen und verlassen ihren Stamm, falls er zu viele Mitglieder hat, um sich einem anderen Stamm anzuschließen. So bauen sie aus den Chidinkalu-Pflanzen Flöten, um ihre Nächte zu verbringen und andere Stämme anzulocken.[1][2]

Die Kitonaker sind eine sehr geduldige und ruhige Spezies, die niemals in Eile sind. Grund dafür ist ihr Jagdverhalten, denn um die auf ihrer Heimatwelt lebenden Chuubas zu fangen, müssen sie sehr lange unbeweglich warten. Die Chuubas genügen den Kitonakern, um einen Monat lang zu überleben.[1][2] Zu den wenigen Dingen, welche sie schnell erledigen, gehören das Atmen und das Essen.[1] Kitonaker handeln nicht, ohne die Folgen ihres Tuns abgeschätzt zu haben, sodass sie meist gar nichts tun. Da sie im Gegensatz zu Menschen oder anderen Spezies über die Worte ihres Gegenübers nachdenken, bevor sie eine Entscheidung oder eine eigene Aussage treffen, gelten sie unter jenen als besonders langsam. Doch versuchen sie, ihren Ärger über die Schnelligkeit anderer Spezies zu unterdrücken. Die einzige Sache, die sie aus der Fassung bringt, sind Treibsand, da sie eine große Gefahr für die Kitonaker darstellt, da sich Raubtiere darin verstecken und sie hinunterziehen können, und Höhlen, da sie im Glauben der Kitonaker das Tor zur Unterwelt sind und niemand aus ihnen zurückkehrt.[1][2] Deshalb betreten Kitonaker nur bei den ärgsten Windstürmen und Gefahren eine Höhle.[1] Die meisten Kitonaker haben kurze und einsilbige Namen, zum Beispiel Anarin, Enkor, Gorlak, Nert, Norzek, Rufar, Runk, Werg. Die Sprache der Kitonaker[4] besteht aus verschiedenen Pfeif- und Piepslauten, die für die meisten Nicht-Kitonaker unaussprechlich sind.[5] Kitonaker sind an Wüstenklima gewohnt, sodass sie nicht nur auf ihrer Heimatwelt Kirdo III,[2] sondern auch auf Planeten wie Tatooine leben.[3]

Geschichte

Droopy mccool

Droopy McCool.

Die Geschichte der Kitonaker ist von Unterdrückung geprägt. Zunächst wurden jüngere Mitglieder der Spezies von Sklavenhändlern entführt und ihre Flötenkünste anderen Zuschauern gezeigt, da man sie sie aufgrund ihres geringen Tempos nicht für andere Sachen einsetzen konnte. Manchmal wurden sie auch zu Musikgrupen zusammengestellt und man ließ sie in den einschlägigen Cantinas der äußeren Randgebiete spielen, wo sie vor allem Musik der langsameren Stile Jizz und Ontechii interpretierten. Falls die Zuschauer jedoch den Saal verließen, wurden sie dafür bestraft oder auch getötet.[1][2] Da sie ihre Besitzer oft in zwielichtigen Gegenden spielen ließen, wo sie ohne Hilfe nicht überleben konnten, starben viele auch durch die rohe Gewalt ihrer Zuhörer.[1] Manche Musiker hatten jedoch Erfolg, wie Droopy McCool, der mit der Max Rebo Band sogar in Jabbas Palast auftrat.[6] Nach dessen Tod begab er sich in Wüste, da er andere Vertreter seiner Spezies gehört haben wollte, und wurde nie wieder gesehen.[1][3] Tatsächlich gab es eine Kolonie zwischen Mos Eisley und Anchorhead, doch ist es unklar, ob Droopy McCool diese erreichte.[1] Auch der Musiker Anarc wurde durch Musik bekannt und erlangte in der Band Hutt größere Berühmtheit.[7] Andere Kitonaker nutzten ihre Geduld, um Spione und Informationshändler zu werden oder entschieden sich, die Technologie auf Kirdo III voranzutreiben und die Bewohner vor dem Sklavenhandel zu schützen. Es dauerte allerdings eine lange Zeit, bis die Bewohner sich daran gewöhnt hatten.[2] Trotzdem wurden manche Kitonaker auch legal angeworben, ihr Musikstil verändert und für die Zuhörer passabler gemacht.[1] Während des Galaktischen Bürgerkrieges schlossen sich manche Kitonaker der Rebellen-Allianz an.[2] Der Musiker und Agent Terno operierte beispielsweise im Minos-Sternhaufen.[8] Zu dieser Zeit wurden sie im imperialen Sprachgebrauch auch als Yazbo bezeichnet.[9] Im Jahre 35 NSY wurde sogar ein etwa zehn Jahre altes Kitonaker-Mädchen in den Wegen der Jedi ausgebildet.[10]

Hinter den Kulissen

  • Die Kitonaker erlangten größere Berühmtheit durch den Auftritt von Droopy McCool in Die Rückkehr der Jedi-Ritter. Damals noch ohne Namen oder Hintergrundgeschichte, griffen andere Autoren auf die Spezies zurück, sodass sie schließlich Einträge in verschiedenen Sachbüchern zu Spezies erhielten.
  • Die Zahl der Finger unterscheidet sich in Galaxy Guide 4: Alien Races mit vier von den Darstellungen in anderen Büchern, wo die Kitonaker drei Finger besitzen.

Quellen

Einzelnachweise

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