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Naboo

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BKL-Icon Dieser Artikel behandelt den Planeten Naboo, für weitere Bedeutungen siehe Naboo (Begriffsklärung).
Naboo
Naboo-Planet
Astrographie
Region:

Mittlerer Rand [1]

Sektor:

Chommell-Sektor [1]

System:

Naboo-System [1]

Entfernung vom galaktischen Kern:

34.000 Lichtjahre [2]

Raster-Koordinaten:

O-17 [3]

Sterne:

1: Naboo [1]

Monde:

3: (Ohma-D'un [4], Rori [5])

Beschreibung
Klasse:

terrestrisch [1]

Landschaft:

Grasland, Sümpfe, Seen (85% Oberflächenwasser) [2]

Atmosphäre:

Sauerstoffgemisch [6]

Klima:

gemäßigt [6]

Sehenswürdigkeiten / bekannte Orte:
Zusammensetzung:

Poröser Fels und Plasma [1]

Durchmesser:

12.120 km [1]

Tageslänge:

26 Stunden [1]

Jahreslänge:

312 Standardtage [1]

Gesellschaft
Ureinwohner:

Gungans [1]

Einwanderer:

Menschen (Naboo) [1]

Einwohnerzahl:
  • 625 Millionen (22 VSY)[7]
  • 4,2 Milliarden (72% Gungans, 27% Naboo, 1% übrige) [1]
offizielle Sprache:

Gunganisch, Basic [1]

wichtige Städte:
wichtige Importprodukte:

technische Bauteile, Lebensmittel [1]

wichtige Exportprodukte:

Getreide, Kunstwerke[1], Plasma [2], Millablumen [6]

Zugehörigkeit:
„Seit ich den Planeten verlassen habe, habe ich jeden Tag an die Zeit dort gedacht. Er ist mit Abstand die schönste Welt, die ich je gesehen habe.“
— Anakin Skywalker (Quelle)

Der Planet Naboo ist eine abgeschiedene, fruchtbare Welt im Mittleren Rand der Galaxis. Seine Oberfläche ist geprägt von weitläufigen Wäldern, Grasebenen und Feuchtgebieten, in denen eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren heimisch ist. Zahlreiche Flüsse und Seen sind über die Oberfläche verteilt, die nur an wenigen Stellen Spuren von Besiedlung zeigt. Vollkommen einzigartig ist sein Inneres, das nicht aus geschmolzenem Gestein, sondern aus porösem Fels, Wasser und einer energiereichen Substanz besteht, die als Plasma bezeichnet wird. Seine Bevölkerung teilt sich in ein einheimisches Volk von intelligenten Amphibien, bekannt als die Gungans, und zugewanderte Menschen, die sich die Naboo nennen. Die Beziehung war nach einem gewalttätigen Beginn lange Zeit sehr distanziert, wenn auch friedlich.

Naboo schloss sich achthundertsiebendundvierzig Jahre vor den Klonkriegen, ca. 21 VSY, der Galaktischen Republik an. Bekannt wurde dieser Planet durch die Blockade von Naboo seitens der Handelsföderation 32 VSY im Zuge des Streits um die Besteuerung von Handelsrouten. Die Invasion traf die friedliebenden Bewohner hart, konnte jedoch mit der Unterstützung zweier Jedi und durch den mutigen Einsatz der Gungan-Streitkräfte beendet werden. Zwar verhinderte dies nicht die Ereignisse, die einige Jahre später zur Entstehung des Galaktischen Imperiums führen sollten, doch es trug sehr zum besseren Zusammenleben der beiden Völker Naboos bei.

Beschreibung

Allgemeines

„Ich spüre … ich war schon früher einmal dort … Wasserfälle … Naboo!“
— Anakin Skywalker spürt Cad Banes Ziel in der Macht (Quelle)

Naboo ist der dritte von fünf Planeten des im Chommell-Sektor gelegenen Naboo-Systems im Mittleren Rand der Galaxis und besitzt drei Monde, darunter Ohma-D'un und Rori. Auf seiner Bahn um den gleichnamigen Stern Naboo, den er in 312 Standardtagen umrundet, dreht er sich in jeweils 26 Stunden um seine eigene Achse. Seine Position liegt in der Mitte zwischen der Corellianischen Handelsstraße und der Hydianischen Route, die zu den wichtigsten Hyperraumrouten zählen. Die zweite führt auf ihrem Weg in Richtung Kathol-Sektor über Malastare, welcher von Naboo aus gesehen der nächstgelegene bedeutende Planet ist. Diese eher ruhige Lage in einer Entfernung von ungefähr 34.000 Lichtjahren zum galaktischen Kern bringt gleichermaßen Vor- und Nachteile mit sich. Einerseits blieb der Planet weitestgehend verschont von charakter- und umweltzerstörender Profitgier, wie sie symptomatisch für wirtschaftlich aktive und viel bereiste Welten ist. Andererseits bieten sich für einen abgelegenen Wirtschaftsraum schlechtere Chancen, am Wohlstand der modernen Welten entlang der galaktischen Handelsrouten teilzuhaben. Das entlegene Naboo wurde somit zu einem ruhigen Fleck im Niemandsland zwischen zwei gewaltigen Strömen von Waren, Personen und Credits, blieb jedoch trotz allem nicht arm, und bietet seinen Bewohnern einen annehmbaren Lebensstandard.

Große Teile des Mittleren Randes beherbergen aufgrund lückenhafter Erforschung noch immer Geheimnisse, und auch das besiedelte Naboo mit seinen aufgeklärten Bewohnern bildet hier keine Ausnahme. Das wohl größte Rätsel an diesem Planeten ist seine innere Beschaffenheit, die mit keinem bekannten Typ von Geologie zu vergleichen ist. Während nahezu alle bekannten Planeten der Galaxis einen geschmolzenen Kern und verschiedene Arten von Felskrusten besitzen, teilt Naboo nur seine Äußerlichkeiten mit den anderen. Sein Inneres hingegen besteht aus wasserdurchzogenen, porösen Felsgestein, das mit sogenanntem Plasma gefüllt ist, einer stark energiegeladenen, instabilen Substanz.
Naboo-Kruste

Ein Ausschnitt der porösen Kruste.

Die Entstehung dieses Planeten und auch das Plasma, das nirgendwo sonst je gefunden wurde, sind bisher nicht zu erklären. Fest steht nur, dass auf Naboo Plasmaströme anstatt des geschmolzenen Kerns die bestimmenden Kräfte sind. So gibt es dort keinen Vulkanismus oder tektonische Prozesse, also das Verschieben von Teilen der Planetenkruste, gewisse Bodenbewegungen finden aber dennoch statt. Das instabile Plasma im Planetenkern ist in ständiger Unruhe, einer Art Brodeln, was manchmal zu Stößen und Verschiebungen führt, die die Geographie der Oberfläche verändern können. So entstanden im Laufe der Zeit auffällige Gebirgsketten und Klippen, doch auch unterirdisch geschehen Veränderungen. Ein wahres Labyrinth aus wassergefüllten Gängen und Höhlen durchzieht den Planeten, sodass sein Inneres einem nassen Schwamm gleicht, der ständigen Veränderungen unterworfen ist. Dies erschwert die Orientierung in dieser ohnehin schon unübersichtlichen Wasserwelt zusätzlich.

Neben seiner geologischen Bedeutung ist das Plasma nicht nur als natürliche Energiequelle für die Bewohner des Planeten sondern auch für ihre technologische Entwicklung von großer Wichtigkeit.

Landschaft

„Naboo ist ein außergewöhnlicher Planet.“
— Bail Organa (Quelle)

Die Oberfläche Naboos ist geprägt von beinahe ununterbrochenem Bewuchs und dem reichlich vorhandenen Oberflächenwasser, das etwa die Hälfte des Planeten bedeckt. Zusammen mit seiner klaren Atmosphäre führt dies zum Eindruck einer blau-grünen Sphäre, die lediglich von feinen Wolkenschleiern umgeben ist. Bergketten, Grasflächen und Wälder erstrecken sich über die gesamte Oberfläche und werden von zahllosen Sümpfen, Seen und Flüssen durchzogen. Wo Kanten und Verwerfungen im sonst sehr regelmäßigen Terrain auftreten, finden sich langgestreckte Klippen mit beeindruckenden Wasserfällen. Einige Gegenden sind dabei besonders bekannt, wie zum Beispiel die Gallo-Gebirgskette, der Lianorm-Sumpf oder das Seenland. Jede dieser Regionen hat ihre ganz eigenen Charakteristiken und Bewohner, viele sind aufgrund ihrer Einzigartigkeit zu beliebten Ausflugszielen geworden. Naboos ganz besonderer Reiz liegt in seiner wilden, weitgehend unberührten Schönheit. Nur wenige Städte sind auf ihm auszumachen, die sich behutsam in die Landschaft einfügen und nicht mit der Brechstange errichtet wurden. Der rücksichtsvolle Umgang der Bewohner Naboos mit ihrer Umwelt trägt entscheidend dazu bei, sein reiches Ökosystem mit dessen empfindlicher Balance zu bewahren. Jedoch unterschieden sie sich in ihren Vorstellungen einer angenehmen Umgebung, weshalb die zwei folgenden, als Beispiele gewählten Landschaften jeweils nur bei einem der beiden Völker Anklang finden:

Seenland-Panorama

Das Seenland.

Eine der wohl attraktivsten Regionen, die von den Naboo besiedelt wurde, ist das Seenland, welches mit seinen zahlreichen stehenden Gewässern, Flusstälern und Wasserfällen seinem Namen gerecht wird. Im Zuge einer fernen Eiszeit entstanden und von mächtigen Gletschern geformt, sind seine von der alljährlichen Schneeschmelze gespeisten Wasserläufe als einzige unabhängig vom Felslabyrinth des Planeteninneren - und damit unerreichbar für die dort heimischen Kreaturen. Dies, sowie die Fruchtbarkeit des Bodens und dessen reichlicher, saftiger Bewuchs auf Hängen und Wiesen machen diese Landschaft in jeder Hinsicht zu einer sicheren Heimat und Lebensgrundlage. Die hier ansässigen Landwirte profitieren sehr davon, zumal das hier gewonnene Shaak-Fleisch als Delikatesse begehrt ist. Auch der geschichtsträchtige Landsitz Varykino, Musterbeispiel der Naboo-Architektur und Familienbesitz der Naberries, befindet sich in dieser Gegend.

Eine völlig andere, und in den Augen der Naboo eher unangenehme Gegend sind die ausgedehnten Feuchtgebiete des Lianorm-Sumpfes, der sich jenseits der Gallo-Gebirgskette am Rande des Paonga-Sees erstreckt. Auch hier ist Wasser allgegenwärtig, auch wenn es sich in Form von Tümpeln, toten Flussarmen und Ausläufern des großen Sees immer wieder mit Stellen von mehr oder minder festem Boden abwechselt. Es ist besonders diese Mischung aus Gewässer, Morast und trockenem Grund, die sowohl das Erscheinungsbild der Landschaft selbst als auch das ihrer Bewohner prägt. Zwischen mäßigem bis dichtem Bewuchs im Wasser und an Land sind zahlreiche, teils sehr exotisch anmutende Geschöpfe beheimatet, darunter neben harmlosen Pflanzenfressern auch einige der gefährlichsten Räuber des Planeten. Während Menschen und andere Besucher die feuchten, stickigen und oft düsteren Sümpfe meiden, fühlen sich die einheimischen Gungans gemäß ihrer amphibischen Natur in ihnen recht wohl, auch wenn sie sich bereits vor langer Zeit in die Unterwasserstädte zurückgezogen haben. Ungeachtet dessen unternehmen sie noch immer Streifzüge durch diese Gegend, und auch einige religiöse Rituale finden hier statt. Tief verborgen in der Vegetation und zwischen verschlungenen Wasserläufen liegt außerdem einer ihrer heiligen Plätze, der zahlreiche überwucherte Ruinen aus ferner Vergangenheit beherbergt.

Flora

Tooke-Falle

Die fleischfressende Tooke-Falle.

Aufgrund des reichlich vorhandenen Wassers und des milden Klimas auf Naboos Oberfläche gedeiht eine große Fülle von Pflanzen auf diesem Planeten. Das Flachland ist auf weiten Flächen von kurzen, saftigen Gräsern überzogen, die der Landschaft ein sattes Grün verleihen. Sie sind als nahezu einzige Vegetation der großen Ebenen die Lebensgrundlage der dort lebenden Herdentiere. Höhere Gewächse wie Sträucher und Bäume, der Cablictus-Baum zum Beispiel, sind erst in den Wäldern und Feuchtgebieten Naboos zu finden. Im vielerorts nur schwer zu durchdringenden Dickicht des Waldes finden kleinere Lebewesen Schutz vor Fressfeinden, und auch genügend Futter in Form von Moosen, Pilzen und Insekten. Nach oben hin ist dieser Lebensraum durch das dichte Blattwerk der Baumkronen abgeschirmt, nur selten finden sich Lichtungen. Die Sümpfe hingegen, die sich oft am Rande von Seen und Flüssen erstrecken, sind durchzogen von kleineren Wasserläufen und geprägt von unbeständigen Wasserständen. Ihre Bewohner - sowohl Pflanzen als auch Tiere - sind daher an das Leben mit oder auch im Wasser bestens angepasst. Zwischen den verschlungenen Wurzeln der Sumpfpflanzen, die mal im Nassen, mal im Trockenen liegen, leben kleine Amphibien und Reptilien, die sich oft von Insekten ernähren. Diese finden sich in den als Brutstätten idealen Feuchtgebieten reichlich, was für den Reisenden zwar lästig, für die Amphibien jedoch ideal ist. Gerade kleinere Tiere wie Tookes müssen sich jedoch vor manchen Pflanzen hüten die sich, wie in diesem Beispiel die Tooke-Falle auf frisches Fleisch abgesehen haben.

Auch im Wasser, vor allem in Tümpeln und Seen, gibt es eine Menge pflanzliches Leben. Manche grünen und blühen nur an der Oberfläche, beispielsweise die weit verbreiteten Poms, andere hingegen siedeln ausschließlich am Grund. Die verschiedensten Sorten von Algen bevölkern zudem das nasse Element, und sind der Beginn der dortigen Nahrungskette, die bis zu den gewaltigen Tiefseeungeheuern reicht. Einige von ihnen sind besonders bekannt, wie zum Beispiel die Rote Glie-Alge oder die Locap.

Fauna

Muudabok

Ein Muudabok, heimisch in den Sümpfen.

Inmitten der pflanzlichen Vielfalt hat sich im Laufe der Entwicklung eine reiche Fülle an tierischem Leben eingerichtet, für das der Bewuchs des Planeten Nahrung und Lebensraum zugleich ist. Besonders die Wälder und Seen Naboos sind die Heimat von vielen verschiedenen Spezies, die zu Lande, im Wasser und nicht selten auch amphibisch leben. Das Spektrum der Landlebewesen reicht dabei von winzigen Insekten am Waldboden bishin zu massigen Wirbeltieren wie den Fambaas. Zwar sind viele von ihnen reine Vegetarier und die meisten für den Reisenden harmlos, jedoch gibt es zwangsläufig auch Räuber unter ihnen, wie zum Beispiel die imposanten Narglatchs oder die berüchtigten Veermoks. Die Eignung vieler Geschöpfe der Sümpfe und Wälder als Nutztiere hat vor allem für die Gungans eine wichtige Bedeutung, die sich für Transporte und die Gewinnung von Werkstoffen fast ausschließlich der Tiere in ihrer Umwelt bedienen. Bekannt sind dabei unter anderem Lasttiere wie Kaadus und Falumpasets, wichtige Material- und Nahrungslieferanten wie Muudaboks oder Nunas, sowie gewöhnliche Haustiere, Blarths beispielsweise. Auch die Naboo wissen die Lebewesen ihrer Heimat zu schätzen, wenngleich sie für ihren Alltag neben Fahrzeugen und artifizieller Herstellung eine weniger zentrale Bedeutung haben. Als Nutztiere wären jedoch vor allem die zur Fleischproduktion gezüchteten Shaaks zu nennen, die auf großen Weideflächen gehalten werden. Zu diesem Zweck werden wiederum gerne Stoßzahnkatzen eingesetzt, die bereits von Natur aus zur Kontrolle von Herdentieren in der Lage sind. Andere hingegen, wie die Guarlaras oder Voorpaks sind für ihre Besitzer mehr von persönlicher Bedeutung, bisweilen auch ein Statussymbol.

Unter der Wasseroberfläche hingegen tummeln sich zahlreiche Fische der verschiedensten Farben, Formen und Größen. Am bekanntesten ist wohl die Gruppe der sogenannten Schuppenfische, die sowohl Räuber als auch Algen- und Parasitenfresser in sich vereint. Des Weiteren gibt es, besonders in den ausgedehnten, seichten Sumpfgebieten, eine große Vielfalt an Säugetieren, die an das Leben in und am Wasser bestens angepasst sind. Die Ottas als neugierige, wendige Jäger gehören ebenso zu dieser Kategorie wie die zierlichen, pflanzenfressenden Pom-Hopper. Auch einige Krebstiere bewohnen die Gewässer, darunter die Yobcrabs und die parasitischen Yobshrimps. Gleichzeitig ist das Wasser jedoch auch der Lebensraum einiger der größten und wohl auch furchteinflößendsten Geschöpfe Naboos. In den dunklen Tiefen der Unterwasserhöhlen und unüberschaubaren Labyrinthen lauern gewaltige Raubtiere von bizarrer Erscheinung, die als die „Seeungeheuer“ bekannt sind. Es existieren drei verschiedene Arten von ihnen, von denen jede ihre ganz eigene Lebensweise und Erscheinung besitzt. Da sie als äußerst gefährlich bekannt sind und oft in abgelegenen Teilen der Höhlensysteme leben, ist ihre Erforschung schwierig. Hinzu kommt, dass bisher nur die wenigsten eine direkte Begegnung mit ihnen überlebt haben. Wie sie ihre riesigen Körper mit ausreichend Energie versorgen können, ist daher bisher nicht völlig geklärt, jedoch frisst wohl jedes unter anderem das nächstkleinere. Die Opee-Killerfische, Colo-Klauenfische und die geheimnisvollen Sando-Aqua-Monster machen seit Gungangedenken die Wasserwege des Planeten unsicher, was für jede Fahrt eines Bongos ein Risiko bedeutet.

Peko-Pekos

Ein Peko-Peko.

Neben der Oberfläche des Planeten wurde auch die Luft von einigen Lebewesen erobert. Die geflügelten Geschöpfe stammen sowohl aus der Klasse der Säugetiere, so zum Beispiel die flinken Twirrle, als auch aus der der Reptaviane, wie die Peko-Pekos. Freilich sind auch hier Fleisch- und Pflanzenfresser anzutreffen, die mit ihrer Flugfähigkeit besondere ökologische Nischen besetzten können. Ein weiteres beinahe legendäres Geschöpf Naboos, der Titavian zählt ebenfalls zu den fliegenden Räubern, auch wenn er aufgrund seiner unglaublich klingenden Spannweite von mehr als einhundert Metern nur kurze Strecken zurücklegen kann. Weniger massig, aber dennoch beachtlich ist hingegen der Körperbau der Aiwhas, der ihnen Leben und Fortbewegung sowohl in der Luft als auch im Wasser ermöglicht. Diese auf Naboo einzigartige Eigenschaft macht sie zu einem wichtigen Transportmittel der Gungans, die einige von ihnen zum Reiten abgerichtet haben.

Siedlungen

Die wenigen menschlichen Siedlungen, die auf Naboos Oberfläche zu finden sind, wurden alle unter dem Vorsatz erbaut, die natürliche Schönheit des Planeten so wenig wie nur möglich zu schädigen. Auch auf Umweltzerstörungen durch Abgase und ähnliches wird sorgfältig geachtet. Die meisten dieser Orte sind kleine Ansammlungen weniger Gebäude, und verfügen meist über ein kleines Landefeld. Ihr Zweck besteht in aller Regel der Versorgung von landwirtschaftlichen Betrieben oder Minen, die beide dazu angehalten sind, nachhaltig zu wirtschaften. Insgesamt gibt es nur ein paar Siedlungen, die man als Städte bezeichnen könnte, dazu zählen nach der größten, Keren, auch die Hauptstadt Theed, sowie Vis oder Oxon. Die Architekten von Naboo prägten im Laufe der Zeit einen charakteristischen Baustil, der ihre Gebäude unverwechselbar macht. Deutlichste Kennzeichen dieser Bauweise sind grünliche Kuppel- oder Spitzdächer, helle Steinfassaden und hohe, bogenförmige Fenster, die nicht selten über das gesamte Stockwerk reichen.

Die wohl faszinierendsten Bauten auf Naboo sind jedoch deutlich schwerer ausfindig zu machen, da sie sich nicht auf der Oberfläche befinden. Verborgen in den Seen und Unterwasserhöhlen des Planeten erschufen sich die Gungans Wohnstätten von bizarrer Schönheit. Mithilfe plasmabetriebener Generatoren entstanden an felsigen Riffen prachtvolle Unterwasserstädte, die aus traubenartigen Verbänden wasserabhaltender Blasen bestehen. Hunderte solcher leuchtender Sphären in den verschiedensten Größen lassen diese Siedlungen im Dunkel der Seen in typischen gelblichen Tönen schimmern. Mehrere tausende Einwohner können derartige Städte bevölkern, die zwar trocken sind, und doch umgeben von Wasser. Im Gegensatz zu den Landbewohnern benutzen die Gungans Unterseeboote als wichtigsten Teil ihres Verkehrsnetzes. Ihre Siedlungen verfügen daher über spezielle Dock-Blasen, die als Stellplätze für die sogenannten Bongos dienen.

Gesellschaft

Die Naboo

Hauptartikel: Naboo (Volk)

Kultur

Die Naboo sind ein menschliches Volk, das über alle Maßen harmoniebestrebt, friedliebend und künstlerisch orientiert ist. Mit ihrem umsichtigen Handeln versuchen sie, dass Gleichgewicht und die Schönheit in ihrer Umgebung zu erhalten, was sich besonders auf ihre Bauwerke auswirkt. Städte, die von ihren Baumeistern geplant werden, fügen sich in die Landschaft ein ohne diese dabei zu zerstören. Derselbe Grundsatz gilt bei ihnen auch für jegliche Anwendung von Technologie, die die Umwelt beeinflussen oder schädigen könnte. Auch wenn daraus eine gewisse Zurückhaltung gegenüber der Technik entsteht, die in den meisten anderen modernen Welten den Alltag dominiert, so verfügt dieses Volk dennoch über äußerst fähige Ingenieure und Techniker. Zu deren bemerkenswertesten Leistungen zählen sicherlich die Entwicklung einer funktionierenden Plasma-Energieversorgung und zahlreiche beeindruckende Raumschiffe, beispielsweise aus den Manufakturen in Theed. Auch die Astromechdroiden aus den Werkstätten der Naboo waren in der gesamten Galaxis aufgrund ihrer zahlreichen Modifikationen sehr beliebt. Bezeichnend für die Naboo ist außerdem ihre Art, das gesamte Leben auf die Ideale ihres Volkes auszurichten und damit eine Gesellschaft frei von Gewalttätigkeit, Zwietracht und Unterdrückung zu erhalten. Eine wichtige Rolle dabei spielt die Erziehung der jungen Naboo, da die besonderen Eigenschaften dieser Menschen nicht etwa von genetischer Disposition, sondern allein von der Prägung durch das soziale Umfeld geformt werden.

Trotz ihrer hohen Wertschätzung für Bildung und Vernunft sind auch einige spirituelle Einflüsse in der Kultur der Naboo spürbar. So wird zum Beispiel das Wasser als reinigende und lebenspendende Kraft verehrt - das Feuer hingegen steht symbolisch für die Harmonie beziehungsweise für die Verpflichtung zu ihr. Es ist daher nahe liegend, dass die Naboo das Wohnen in der Nähe von Gewässern schätzen, und ihre Toten feierlich zu verbrennen pflegen. Bemerkenswert sind auch ihre Umgangsformen, die neben der Sprache auch durch unscheinbare Gesten und Handlungen ergänzt werden. Deren Bedeutung ist trotz ihrer Unauffälligkeit oft entscheidend.

All diese kulturellen Besonderheiten der Naboo sind jedoch nicht etwa schon den Siedlern eigen gewesen, die dieses Volk gründeten. Vielmehr sind sie aus einer katastrophalen Lage heraus entstanden, dem Krieg zwischen skrupellosen Kolonisten und den einheimischen Gungans. Die Siedler erkannten erst nach Jahren blutiger Kämpfe ihre verantwortungslose Einstellung, und verschrieben sich von nun an dem Umweltschutz und der Wahrung von Harmonie.

Staat

Königinamidala

Die junge Amidala 32 VSY.

Mit der Entstehung des Volkes der Naboo bildete sich eine Wahlmonarchie heraus, bei der stets der oder die Weiseste und Fähigste an der Spitze des Staates stehen soll. Dies etablierte sich bereits in den ersten Jahren der Besiedlung, zu der bereits die Grundsätze der Legitimation durch das Volk und die Begrenzung der Amtsperioden festgelegt wurde. Bei jeder Wahl für ein öffentliches Amt, von kommunalen Aufgaben bis hin zur Staatsführung, gibt es weder für die Kandidaten noch für die Wähler eine Altersbeschränkung. Es gilt das Prinzip der geistigen Reife und der Weisheit, die die Bürger unabhängig von ihrem Alter wichtige Tätigkeiten übernehmen oder sie an der Auswahl der dafür geeigneten teilhaben lässt. Das hohe Maß an Mitbestimmung im Staat der Naboo führt zu einer besseren Einbindung der Bürger in die staatliche Organisation und wirkt einer Entfremdung zwischen Volk und Regierung entgegen. Trotz dieser modernen Offenheit spielen auch Traditionen eine wichtige Rolle, besonders was den Königshof betrifft. Zu ihm zählen in erster Linie der Monarch und der königliche Rat, zu denen vier Berater und der Gouverneur der Naboo gezählt werden. Der Rat soll dem Herrscher weniger wichtige Entscheidungen abnehmen und steht ihm bei dessen eigenen Entscheidungen zur Seite. Bedeutend ist daher das Amt des Gouverneurs, da er zu entscheiden hat, was dem Monarchen vorgetragen wird und was nicht.

Da nach Ansicht der Naboo Bildung keine Frage der Herkunft sein darf, sorgt der Staat für eine allgemein zugängliche und gründliche schulische Ausbildung, in der auch die Ideale des Volkes und künstlerische Fähigkeiten vermittelt werden. Von klein auf lernen die Kinder daher, nach der Naboo-Philosophie zu Leben und sich der Umsetzung der Ideale zu widmen - ein wichtiges Element zum Erhalt dieser Gesellschaft. Die übrige Innen- und auch die Außenpolitik folgen ebenfalls streng den Werten und Zielen der Naboo, gerade deshalb setzt man im Umgang mit fremden Völkern ausschließlich auf die Mittel der Diplomatie. Ein tatsächliches Ausüben von Druck auf andere Welten wäre auch kaum möglich, da die Naboo gemäß ihrer pazifistischen Einstellung lediglich über eine relativ kleine Freiwilligenarmee verfügen, die als Königliche Sicherheitstruppe bezeichnet wird.

Hauptstadt

Hauptartikel: Theed
Theed-Palast

Die Stadt Theed.

Die am Rande einer Klippe gelegene Stadt Theed ist die zweitgrößte Ansiedlung der Naboo und auch der Sitz ihres Monarchen. Die Tatsache, dass sich hier auch das Zentrum von Kunst, Kultur und Bildung dieses Volkes befindet, grenzt sie als Hauptstadt gegenüber dem größeren und geschäftigeren Keren ab. Theed ist geprägt von der typischen Bau- und Lebensweise der Naboo, die Harmonie Priorität und der Natur ihren Raum geben. Das Stadtbild ist daher ruhig, beinahe klassisch, und weist viel Grün zwischen den sandsteinfarbenen Gebäuden auf, die ausschließlich im charakteristischen Baustil der Naboo-Architekten errichtet wurden. Lebendig, jedoch nicht überfüllt, zeigt sich auf den Straßen der gesittete und dennoch offene Umgang der Bewohner miteinander, unter denen sich viele Künstler, Philosophen oder auch Schriftsteller finden. Einen besonderen Reiz erhält die Stadt durch ihre Lage am Fluss Solleu, der aus den weiten Grasebenen herabfließt, sich in der Stadt unter zahlreichen Brücken verzweigt, um schließlich an ihrem äußersten Ende in Gestalt der Virdugo-Fälle in die Tiefe zu verschwinden. Deren beständiges Rauschen ist in jedem Wikel Theeds zu vernehmen und unterstreicht dessen ganz eigene Atmosphäre.

Naboo nacht

Naboo in den Schleier der Nacht gehüllt.

Den architektonischen Höhepunkt unter den vielen einmaligen Bauwerken der Stadt ist wohl der Königliche Palast. Dieser liegt am äußersten Rand der Klippe, und überblickt mit seinen hohen Türmen nicht nur Theed selbst, sondern auch die Tiefebene jenseits des Abgrunds. Die zahlreichen Monarchen der Naboo, die hier regierten und residierten, trugen alle zu seinem Aussehen bei, indem sie mehr oder weniger große bauliche Veränderungen und Erweiterungen durchführen ließen. Der Palast ist damit ebenso das Ergebnis der jahrhundertelangen Arbeit all seiner Bewohner, wie die ihn umgebende Stadt selbst. Auffällig ist jedoch eine neue Errungenschaft der Stadt, die in einem deutlichen Kontrast zu allen übrigen Bauwerken steht: Der nach der Schlacht um Naboo errichtete Raumhafen ist mit seinen untypisch kühlen Farben und Formen ein Beleg dafür, dass man nun eher bereit war, Traditionen zu beugen und der Zweckmäßigkeit Vorrang zu geben.

Die Gungans

Hauptartikel: Gungans

Kultur

Gungans

Eine Gruppe Gungans.

Im Gegensatz zu ihren menschlichen Nachbarn besteht das Volk der Gungans aus zwei verschiedenen Spezies, den Otollo und Ankura, die seit langer Zeit eine gemeinsame Gesellschaft bilden. Deren wohl auffälligstes Merkmal, das die Entwicklung und die Lebensweise ihrer Mitglieder maßgeblich prägt, ist die enge Naturverbundenheit und das Streben nach dem Erhalt der natürlichen Balance. Dieses Weltverständnis hat einen religiösen Hintergrund, demzufolge der Geist eines jeden verstorbenen Gungans als Teil der Natur alles Lebendige beseelt. Ein verantwortungsloser Umgang mit der lebenden Umwelt oder gar ein Raubbau zur eigenen Bereicherung ist daher für sie undenkbar, weshalb sie sich in einigen Aspekten sehr stark von den meisten übrigen Völkern der Galaxis unterscheiden. So verwenden sie keine motorisierten Fahrzeuge, mit Ausnahme ihrer Bongos, sondern verlassen sich allein auf Last- und Reittiere - auch für militärische Zwecke. Industriekomplexe und Massenproduktion sind ihnen ebenfalls fremd, die meisten Gebrauchsgegenstände entstehen aus natürlichen Werkstoffen, während Bauwerke und Komponenten für Großgerät in einem organischen Prozess zur gewünschten Form und Größe herangezüchtet werden. Diese Technologie ist eine von mehreren, die in ihren Details nur den Gungans bekannt, und von ihnen sorgfältig gehütet wird. Eine weitere, die ebenfalls zum Bau der prächtigen Unterwasserstädte genutzt wird, ist die des Hydrostatische Blasehydrostatischen Feldes]]. Die nötige Energie für die verschiedenen Anwendungen stammt nicht aus gewöhnlichen Reaktoren, sondern wird aus dem für Naboo typischen Plasma gewonnen, das in stabiler Form von Locap-Pflanzen abgeerntet wird.

Ungeachtet ihres technischen Entwicklungsstandes und komplexer Traditionen galten die Gungans im Allgemeinen als primitives Volk und unbedeutender Nachbar der Naboo - insbesondere in deren Augen. Ausschlaggebend dafür war zum einen die schlichte Tatsache, dass kaum jemand nähere Kenntnisse über Lebensweise und Errungenschaften dieser Gesellschaft besaß, und somit nur ein sehr oberflächliches Urteil möglich war. Zum anderen galt die Fähigkeit beziehungsweise die Bemühungen zur Raumfahrt als entscheidender Indikator für die Fortschrittlichkeit, wofür sich die Gungans jedoch bis 32 VSY nie interessiert hatten.

Staat

Boss Nass

Rugor Nass, Boss im Jahre 32 VSY.

Auch die Gesellschaftsstruktur und staatliche Organisation der Gungans ist stark von Traditionen geprägt. Noch immer hat das Prinzip der absoluten Monarchie Gültigkeit, das einem einzelnen Anführer uneingeschränkte Macht über das gesamte Volk verleiht. Dieser Alleinherrscher, Boss genannt, muss sich gegen mögliche Konkurrenten durchsetzen und sich durch das Gewinnen von Prestige und Demonstrationen seiner Stärke als würdiger Monarch beweisen. Schafft er es auf den Thron, ist sein Wort zwar Gesetz, jedoch trägt er auch allein die Verantwortung für das Wohlergehen des Volkes. Bei dieser Aufgabe steht ihm für wichtige Entscheidungen ein kleiner Kreis von Beratern, bekannt als Rep-Rat, zur Seite, die ihn mit Wissen und Ratschlägen zur Seite stehen, jedoch selbst keine Macht besitzen. Zwar widerspricht dies demokratischen Grundsätzen, jedoch hat es sich eindeutig bewährt. Innerhalb der Gungan-Gesellschaft gelten strenge Regeln und Gesetze, die auch körperliche Strafen als mögliche Konsequenzen für Übertretungen vorsehen. Dass sogar die Todesstrafe existiert ist auf die besonderen Lebensumstände dieses Volkes sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit zurückzuführen, in denen vom verantwortungslosen oder fahrlässigen Handeln Einzelner eine große Gefahr ausgeht. Auch im Bereich der Rechtssprechung hat der Boss das letzte Wort über Verurteilung oder Begnadigung.

Gunganarmee

Die Große Armee im Einsatz.

Anders als die Naboo sehen die Gungans das Militär und die damit verbundenen Traditionen als einen wichtigen Bestandteil ihrer Gesellschaft. Um das Überleben des Volkes zu sichern, etablierte sich vor langer Zeit die sogenannte Große Armee, die prinzipiell jeden zum Kampf geeigneten Gungan Naboos mit einschließt. Durch diesen umfassenden Charakter erhält diese Streitmacht auch eine soziale Bedeutung, da sich in ihr Mitglieder aller Städte und Gemeinden vereinen, die mitunter sehr weit voneinander entfernt liegen können. Jährliche Übungen dienen dazu, die nötigen Strukturen am Laufen zu erhalten und einen reibungslosen Ablauf im Ernstfall zu garantieren. Nur der Boss kann die Formierung der Großen Armee befehlen, woraufhin sich alle wehrpflichtigen Gungans der einzelnen Regionen etappenweise zu einem gewaltigen Heer sammeln.

Hauptstadt

Hauptartikel: Otoh Gunga
Otoh-Gunga-Totale

Die bekannteste aller Unterwasserstädte, Otoh Gunga.

Verborgen in den Tiefen des Paonga-Sees liegt die bedeutsamste und wohl auch größte Unterwasserstadt Naboos, welche seit vielen Jahrhunderten ein abgeschiedener Wohnort, Arbeitsplatz und kulturelles Zentrum ist, und inzwischen mehr als eine Million Bewohner beherbergt. Ihr Äußeres mit seinen organischen und reich verzierten Formen entspricht dem typischen Konstruktionsstil der Gungans, die Baukomponenten nicht künstlich, sondern in einem bisher rätselhaften Wachstumsprozess erzeugen. Auch die gelblich schimmernden hydrostatischen Blasen, die den eigentlichen nutzbaren Raum bilden und von verschiedenen organischen Strukturen getragen werden, blieben bislang unerklärt. Den Besuchern, welche insbesondere vor der Schlacht von Naboo äußerst selten waren, bietet sich daher das Bild eines bizarren und zugleich harmonischen Lebensraumes, welcher sich mehr als die meisten anderen Formen von Städten in seine lebende Umwelt einfügt. Dennoch ist in der Vielzahl der leuchtenden Sphären vieles von dem zu finden, was Außenweltler als selbstverständlich ansehen würden - wenn auch in teils ungewohnter Form. Märkte, Cantinas und Verwaltungseinrichtungen erfüllen das belebte Zentrum ebenso wie Boulevards und Tempel, während in Richtung der Randbezirke zunehmend Wohngebiete das Stadtbild prägen.

Ebenso wie ihr Gegenstück Theed ist diese Stadt ein Symbol für ihre Erbauer, und geprägt von deren Lebenseinstellung und handwerklichen Fähigkeiten. Bereits ihre Lage unter Wasser verdeutlicht den Wunsch ihrer Gründer nach Abschottung und Schutz der eigenen Kultur vor fremden Einflüssen, welcher noch auf den Konflikt mit den menschlichen Kolonisten zurückgeht. Im Gegensatz zu allen übrigen Siedlungen der Gungans ist sie gleichzeitig jedoch auch ein Sinnbild der Einigkeit, da sie eine gemeinsame Leistung zuvor zerstrittener Stämme darstellt. Die Gestaltung der Stadt ist überdies auch für die Generationen von Herrschern eine Gelegenheit, sich selbst zu profilieren, was zum Beispiel auch auf einige ehrgeizige Projekte von Boss Nass zutrifft.

Geschichte

Frühgeschichte

Alten-Steinköpfe

Steinerne Relikte der Alten.

Zu einer Zeit, als weder Gungans noch Menschen Naboo bevölkerten, herrschte ein unbekanntes Volk über den Planeten. Man weiß nicht, wie seine Kultur ausgesehen haben mag, und auch ihr Untergang konnte noch nicht geklärt werden. Tatsache ist jedoch, dass sie bereits lange vor der Zeit der Gungans verschwunden waren, Kontakt mit ihnen gab es anscheinend nie. Deren Forscher, und auch die der Naboo halten es für möglich, dass das alte Volk nicht in der Lage war, im Einklang mit der Natur zu leben, und schließlich an seiner eigenen Gier zu Grunde ging. Das einzige, was von der untergegangenen Kultur übrig blieb, sind die steinernen Ruinen, die über den ganzen Planeten verteilt sind. Ungeklärt ist, ob die Felsköpfe, die immer wieder gefunden wurden, Selbstbildnisse der Erbauer oder Darstellungen ihrer Götter sind. Ihrem Aussehen nach wären sie ein Indiz für eine humanoide Spezies, und gleichzeitig der Beweis für deren handwerklichen Fähigkeiten. Die Gungans stießen früh auf diese Überreste und verehrten deren Urheber als die Alten des Planeten. Orte mit zahlreichen Überresten des untergegangenen Volkes gelten ihnen daher als heilig.

In der Zeit nach dem Untergang der Alten und vor der Ankunft menschlicher Siedler waren die Gungans die einzig bekannte intelligente Spezies des Planeten. Jedoch mussten sie sich ständig im Kampf gegen die halbintelligenten Bursa durchsetzen. Mit der Entdeckung der plasmasammelnden Locap-Pflanze setzte bei ihnen der technische Fortschritt ein, doch sie beschränkten sich aus Ehrfurcht vor der Natur mit der Lösung der dringendsten Probleme und achteten weiterhin die natürliche Balance.

Besiedlung

Naboo wurde erstmals um das Jahr 3900 VSY besiedelt. Bis zu jenem Zeitpunkt war Naboo lediglich von den Gungans und den heimischen Tieren und Pflanzen bewohnt, und die Gungans waren vom Geschehen in der restlichen Galaxis absolut abgeschottet und ahnungslos. Es war Kwilaan, der mit seinem Gefolge den Planeten entdeckte, gerade zum Ende der dem Jedi-Bürgerkrieg folgenden Dark Wars, doch auch wenn keine Aufzeichnungen existierten, die frühere Besuche durch Außenweltler bestätigt hätten, erkannten die Siedler, dass die Gungans womöglich bereits zuvor Kontakt mit Menschen gehabt hatten. Die Erforscher konnten jedoch keine Spuren von Landungen anderer Schiffe finden. Es existierte oberhalb des Wassers keinerlei Zivilisation und lediglich das wenige an Technologie, das die Gungans nutzten.[10]

Die Siedler, die ihre ursprüngliche Heimatwelt Grizmallt verlassen hatten, waren angereist, um sich an den natürlichen Ressourcen unbewohnter Planeten zu bereichern. Diese rücksichtslose Einstellung gegenüber der Natur führte zu einem blutigen Konflikt mit den einheimischen Gungans, denen ihre Umwelt über alles heilig war. Nach mehreren Jahren der Kämpfe und hohen Verluste auf beiden Seiten wurden die Kolonisten sich ihrer verantwortungslosen Haltung jedoch bewusst. Ein deutliches Umdenken fand statt, welches den Anstoß für die Entstehung eines ganz neuen Volkes gab, auch die Kämpfe fanden damit ein Ende. Dennoch blieben die Gungans den Fremden misstrauisch und verschlossen. Dies gipfelte in ihrer Entscheidung, alle Siedlungen auf der Oberfläche aufzugeben, und sich völlig in die Seen und Meere des Planeten zurückzuziehen. Die Zeit danach war jedoch geprägt von gegenseitiger Distanzierung und Desinteresse, was vor allem auf Unwissen und Unverständnis begründet war. Während die Menschen auf ihre amphibischen Nachbarn als unzivilisierte Wilde herabblickten, verachteten diese sie als arrogant und eingebildet. Der dennoch existierende, gegenseitige Handel wurde daher beidseitig totgeschwiegen, man sei nicht aufeinander angewiesen, hieß es beharrlich.

Naboo-Gungan-Konflikt

Der Konflikt 126 VSY - 127 VSY zwischen den Naboo und den Gungans wurde aufgrund der Plasmavorkommen des Planeten geführt und war äußerst blutig. Auf dem Höhepunkt des Krieges wurde der derzeitige Monarch der Naboo getötet und erst sechzig Jahre später wurde bekannt, dass einige Mitglieder von Adelshäusern auf Naboo ein geheimes Abkommen mit einer Söldnertruppe schlossen, falls die Naboo weitere Rückschläge erleiden sollten. Seitdem war es üblich als König gewählt zu werden anstatt den Thron zu erben. Schließlich beschlossen die Häuser Tapalo und Veruna, die Hauptfinanzierer der Söldnerarmee, den Söldnern zu befehlen die Gungans anzugreifen. So kämpften die Gungans nun um ihr Überleben. Die Gungans gewannen den Kampf zwar, doch viele wurden getötet und mehrere ihrer Sumpfstädte zerstört. Als der Großvater von Cosinga Palpatine das erfuhr, forderte er Bon Tapalos Vater zu einem Duell heraus. Er erlag jedoch den Verletzungen von Tapalos Klinge.

Während die Gungans in Isolation fristeten, wurde inmitten der Idylle Naboos in den Jahrhunderten nach der Ankunft aus den ehemaligen Ausbeutern ein kultiviertes und stolzes Volk, das sich den Namen Naboo gab. Es entstand eine blühende Kunstszene und auch viele Architekten und Schriftsteller bereicherten die Gesellschaft der Naboo. Der Planet wurde vor 32 VSY ausschließlich durch sie im Senat der Galaktischen Republik vertreten, da die Gungans weiterhin allem, was nicht ihrer Heimat entstammte, abweisend begegneten. Die Naboo profitierten im Folgenden sehr von ihrer Mitgliedschaft in der Republik und verließen sich vollkommen auf deren vermeintliche Stärke und Stabilität. Erst mit der Naboo-Krise änderten sich die Einstellungen der beiden Völker sowohl im Allgemeinen als auch untereinander.

Naboo-Krise

„Was meinst du, mein junger Padawan ... wieso ausgerechnet Naboo? Warum blockieren sie ausgerechnet diesen Planeten, wenn sie doch so viele zur Auswahl haben, von denen die meisten größer sind und die Auswirkungen einer solchen Blockade mehr spüren würden?“
— Qui-Gon Jinn zu Obi-Wan Kenobi (Quelle)

Um das Jahr 32 VSY bedrohte eine Initiative des Galaktischen Senats zur Besteuerung von Handelsrouten die Interessen der Handelsföderation, die in einigen Teilen des Mittleren Randes eine regelrechte Monopolstellung besaß. Auch der In- und Exporthandel auf Naboo lief größtenteils über diese Gesellschaft ab, sodass nur verhältnismäßig wenige Frachtschiffe von heimischen Unternehmen daran beteiligt waren. Um ihrem Protest Nachdruck zu verleihen, errichtete die Handelsföderation mit ihren Schlachtschiffen eine Blockade um den Planeten, und schnitt ihn damit von der Außenwelt ab. Der Oberste Kanzler Finis Valorum entsandte daraufhin den Jedi-Meister Qui-Gon Jinn und dessen Padawan Obi-Wan Kenobi nach Naboo, um dort Verhandlungen mit Vizekönig Nute Gunray aufzunehmen. Valorum plante, damit die Kompromissbereitschaft der Föderation zu erreichen, noch bevor die Sondertagung des Senats mit den Debatten über diesen Vorfall beginnen würde. Das überraschende Eintreffen der Gesandten an Bord des Flaggschiffes der Föderation verfehlte jedoch seine Wirkung. Auf Anweisung des geheimen Drahtziehers der neimoidianischen Blockade, Darth Sidious, versuchte die Föderation, die Jedi zu töten, damit diese ihnen keinen Strich durch die Rechnung machen konnten.

„Die Unterbrechung des Kommunikationssystems kann nur eins bedeuten: Invasion.“
— Sio Bibble (Quelle)
Otoh-Gunga-Ratskammer

Die Jedi sprechen vor dem Rat in Otoh Gunga.

Die beiden Jedi überlebten den Anschlag jedoch, und gelangten an Bord von Landungsschiffen auf die Planetenoberfläche, wo nun die Droidenstreitkräfte der Handelsföderation aufmarschierten. Die Monarchin der Naboo, Königin Amidala, gab Anweisung, keinen Widerstand zu leisten und hoffte auf eine rasche Beilegung des Konfliktes durch den Senat. Als Theed von der Föderation eingenommen wurde, traten die Jedi gerade Boss Nass, dem Anführer der Gungans, und seinem Rep-Rat gegenüber. Dieser zeigte sich an den Problemen der Naboo nicht interessiert, und die Gesandten schilderten ihm die möglichen Auswirkungen des Einmarsches auch für sein Volk ohne Erfolg. Mit einem geliehenen Bongo und in Begleitung von Jar Jar Binks, dem Qui-Gon zuvor im Wald das Leben gerettet hatte, machten sich die Jedi auf den Weg durch die gefährliche Unterwasserwelt in Richtung des Regierungssitzes der Naboo. Nach einigen brenzligen Begegnungen mit den im Felslabyrinth heimischen Wassermonstern erreichte das Trio den durch Theed fließenden Fluss Solleu, und kamen gerade noch rechtzeitig, um die gefangen genommene Amidala zu befreien. Die Föderation wollte sie dazu zwingen, einen Vertrag zu unterschreiben, der die Invasion für legal erklären würde. Das Druckmittel dazu sollte ihr geliebtes Volk sein, das schwer unter der brutalen Behandlung durch die Besatzungstruppen litt. Die befreite Regentin wollte nun schnellstmöglich nach Coruscant reisen, um dort dem Senat ihre Bitte um sofortige Hilfe zu unterbreiten.

Beim Durchbrechen der Blockade im Orbit von Naboo wurde das königliche Schiff jedoch so stark beschädigt, dass die Gruppe gezwungen war, auf dem entlegenen Tatooine zu landen. Nur durch den selbstlosen Einsatz des jungen Sklaven Anakin Skywalker, der in einem Podrennen Kopf und Kragen riskierte, konnten die nötigen Ersatzteile beschafft werden. Die Königin und ihre Mitreisenden konnten nun Coruscant erreichen, wo sie der Oberste Kanzler und der Senator des Chommell-Sektors, Palpatine, bereits erwarteten. In der folgenden Senatssitzung musste die junge Monarchin mit bitterer Enttäuschung feststellen, dass es die erhoffte schnelle Hilfe für ihr gepeinigtes Volk nicht geben wird. Die Handelsföderation sabotierte mithilfe weiterer Abgeordneter gezielt den Antrag auf ein rasches Eingreifen des Senats in die Naboo-Krise, und forderten zunächst die Einrichtung eines Ausschusses. Amidala stellte schließlich einen Misstrauensantrag gegen den Kanzler, der diesem Problem ganz offensichtlich machtlos gegenüberstand. Ohne das Ergebnis der Wahlen für die Nachfolge Valorums abzuwarten, begab sich die Königin mit ihrem Gefolge und den Jedi auf die Rückreise nach Naboo, fest entschlossen, der Invasion auf eigene Faust ein Ende zu setzen.

„Ihr'se also gar nicht denken, ihr'se besser als die Gungans? Mir'se das gefallen ganz sehr. Vielleicht wir'se werden Freunde sein...“
— Rugor Nass (Quelle)
Naboo-Gipfeltreffen

Amidala tritt mit ihrem Gefolge vor Boss Nass.

Es war jedoch offensichtlich, dass die Königliche Sicherheitstruppe unter Führung von Captain Panaka allein nicht in der Lage sein würde, die Invasoren zurückzuschlagen. Der Königin blieb nun keine andere Wahl, als auf die Hilfe der Gungans zu hoffen, die ihr Volk so lange als rückständig verachtet hatte. Boss Nass hatte Otoh Gunga evakuieren lassen, und war mit den seinen zum Heiligen Ort geflüchtet, wo sie vor der Entdeckung durch die Föderationstruppen vorerst sicher waren. Zunächst gab der sture Gungan sich ablehnend gegenüber dem Hilfegesuch der jungen Frau, bis Padmé überraschend vortrat, und sich als die wahre Königin zu erkennen gab, die sich zu ihrem Schutz von Sabé, eine ihrer Zofen, verkörpern ließ. Sie entschuldigte sich für das Täuschungsmanöver und kniete mit ihren Mitreisenden vor Nass nieder. Dieser Vertrauensbeweis und die unerwartete Respektbezeugung vermochten schließlich den Gungan-Anführer umzustimmen. Innerhalb kürzester Zeit gelang es ihm, eine Armee aufzustellen, die sich auf der Großen Grasebene der Föderation entgegenstellte und damit den Naboo wertvolle Zeit für ihren geplanten Angriff auf das Droiden-Kontrollschiff zu schaffen. Dank diesem Ablenkungsmanövers gelang es Amidala, den Jedi und einigen Mitgliedern der Sicherheitstruppe, den Hangar von Theed zu stürmen und die dort festgehaltenen Piloten zu befreien. Diese begaben sich umgehend in ihre N-1 Jäger, um den Angriff im Orbit zu starten. Als dies geschehen war, stellte Darth Maul sich der Gruppe in den Weg, der sie auf Anweisung Sidious' seit ihrer Flucht von Naboo verfolgte und bereits auf Tatooine attackiert hatte.

Während sich die Jedi ihres gefährlichen Verfolgers annahmen, schlichen sich die verbliebenen Soldaten und die Königin in den Palast, um die Anführer der Handelsföderation zu stellen. Die Verwendung eines Doubles für Amidala erwies sich hierbei als äußerst wirksam, der Vizekönig konnte schließlich verhaftet werden. Auch der Angriff auf das Kontrollschiff war erfolgreich verlaufen, wenn auch gänzlich anders als geplant. Anakin Skywalker, der mehr durch ein Missgeschick an der Raumschlacht teilnahm, zerstörte nach einer Bruchlandung im Inneren des Schiffs dessen Reaktorsystem, was zu einer gewaltigen Explosion führte. Sämtliche Kampfdroiden fielen daraufhin auf einen Schlag aus, die Handelsföderation war geschlagen. Zwar war dieser Sieg ein beachtlicher Triumph, doch der Preis war hoch. Neben zahllosen Gungans und einigen Mitgliedern der Sicherheitstruppe ließ auch der Jedi Qui-Gon Jinn im Kampf für die Freiheit Naboos sein Leben. Seine Bestattung erfolgte nach alter Tradition der Naboo im Begräbnistempel von Theed.

Siegesfeier-Theed

Die ausgelassene Siegesfeier.

Diese dramatischen Ereignisse waren für die Bewohner des friedlichen Naboo ein Schock, und hatten auf die Jahre danach weitreichende Auswirkungen. Die Naboo - bis dahin gewissermaßen verwöhnt durch ein ruhiges Leben und geprägt von ihrer harmoniebestrebten und idealistischen Gesellschaft - lernten mit diesem herben Einschnitt in ihre Weltvorstellung die harte Realität in der Galaxis kennen. Die Ausgaben für Sicherheitsmaßnahmen stiegen deutlich und mit neuen Verkehrseinrichtungen, wie zum Beispiel Raumhäfen, bemühte man sich um eine stärkere Beteiligung an der Betriebsamkeit der umliegenden Handelswege. Vor allen Dingen aber schweißte der gemeinsame Kampf gegen eine äußere Bedrohung Gungans und Naboo zusammen und ebnete den Weg für mehr gegenseitige Akzeptanz und Zusammenarbeit, wie sie in der zuvor so unterkühlten Beziehung nicht denkbar schienen. Auch die Gungans stellten von nun an einen eigenen Repräsentanten für den Senat.

Zerbrechende Harmonie

Jamillia

Jamillia, Nachfolgerin Amidalas.

In der Zeit nach der Naboo-Krise wandelte sich die gesellschaftliche Situation auf Naboo zusehends. Neben den erwähnten verstärkten Verteidigungsmaßnahmen und neuen Verkehrsprojekten waren auch Veränderungen im Bewusstsein der Bevölkerung, besonders bei den Naboo, zu beobachten. Die Zeiten, in denen man sich in Sicherheit wiegen konnte, und sich im Großen und Ganzen aus dem politischen und wirtschaftlichen Trubel der restlichen Galaxis heraushalten konnte, waren vorüber. Die daraus folgende stärkere Beteiligung am allgemeinen Geschehen bedeutete für den Planeten, alle Chancen und Gefahren mit den anderen zu teilen. Freilich gab es zahlreiche Naboo, die sich an die guten alten Zeiten klammerten und weiterhin hofften, die Harmonie aufrecht erhalten zu können. Diese war jedoch nur noch oberflächlich vorhanden, denn an vielen Stellen taten sich inzwischen Konflikte auf, wie zum Beispiel die Proteste von Wanderarbeitern. Die Ordnungskräfte von Theed bemühten sich, Demonstrationen und ähnliche Kundgebungen schnellstmöglich aufzulösen, und die Proteste zu unterdrücken. Königin Jamillia, Padmés Nachfolgerin, sollte so gut wie möglich nach außen eine heile Welt verkörpern, wozu auch ihre persönlichen Berater beitrugen.

Padmé Naberrie, die inzwischen ihren Heimatsektor im Senat repräsentierte, musste sich inzwischen genauso damit abfinden, dass allgemeiner Frieden und Harmonie nichts weiter waren als ein romantischer Wunschtraum ihrer Landsleute. Dennoch setzte sie sich unermüdlich dafür ein, dass Verhandlungen gegenüber einer bewaffneten Auseinandersetzung der Vorzug gegeben wurde. Sie stand daher dem neuen Militärgesetz, das die Aufstellung einer Armee der Republik beinhaltete, ablehnend gegenüber, da es ihrer Ansicht nach nichts weiter wäre als ein Herausfordern der Separatisten.

Ohma-D'un-Sumpfgas

Chemische Waffen werden auf Ohma-D'un eingesetzt.

Während der Separatisten-Krise war Naboo einer der zehn Planeten, die sich bereit erklärten, größere Anzahlen Flüchtlinge aufzunehmen. Gungans und Naboo hatten sich gemeinsam zu diesem Schritt entschlossen, mit der Begründung, dass sie gerne bereit seien, den Platz und den natürlichen Reichtum ihres Planeten mit den Unglücklichen zu teilen, die ihre eigene Heimat verlassen mussten. Den ankommenden Transportern mit Vertriebenen reservierte man Landebuchten in den größeren Häfen von Naboo, weshalb die Frachter der Minengesellschaften auf kleinere Versorgungshäfen ausweichen mussten. Dies führte für sie zu Verzögerungen in der Produktion und deutlichen Gewinneinbußen, ihre Mitarbeiter begannen schließlich öffentlich gegen die Verhältnisse zu protestieren. Dies führte so weit, dass ein Schiff der Minengesellschaften ein randvoll besetzten Flüchtlingstransport durch Blockieren des Landeplatzes stundenlang an der Landung auf dem Kwilaan Starport in Keren hinderten. Die Königin äußerte Verständnis für die heftigen Beschwerden, erinnerte sie jedoch mahnend daran, dass alle in diesen Zeiten zugunsten der Neuankömmlinge Abstriche machen müssten.[7]

Als schließlich der Krieg zwischen der Republik und der Konföderation unabhängiger Systeme ausbrach, wurde der Planet von der KUS 22 VSY als Ziel für den Einsatz einer chemischen Waffe ausgewählt, die zuvor auf einem seiner Monde, Ohma-D'un, getestet worden war. Der Angriff auf Naboo konnte zwar verhindert werden, der vorausgegangenen Erprobung waren jedoch trotz allem zahllose Gungans zum Opfer gefallen. Wenig später führten auch die Wege des Kopfgeldjägers Cad Bane auf den Planeten, um die machtsensitive Gungan Roo-Roo Page zu entführen, damit sie Darth Sidious zu einem Jedi-Spion umwandeln konnte. Dieses Vorhaben konnte jedoch von Anakin Skywalker und Ahsoka Tano verhindert werden, welche das Vorhaben des Duros vorausgesehen hatten und ihn festnehmen konnten.

Aufgrund der Verbindung von Palpatine, der selbst von Naboo stammte, zu seiner Heimatwelt, war Naboo über die gesamte Länge der Klonkriege hinweg eine eiserne Festung für die Galaktische Republik, und um Palpatine zu unterstützen, sah die Bevölkerung über ihre sonst friedfertige Einstellung hinweg. Aufgrund der Geschehnisse ein Jahrzehnt zuvor gegen die Handelsföderation betrachteten die Einwohner die Konföderation als einen ernstzunehmenden Feind, gegen den man entschieden und mit aller Macht vorgehen musste, um Schlimmeres zu verhindern. In den Augen der meisten war es eindeutig Palpatine, der ihnen den Sieg über diesen Feind bescheren würde. Die Niederlage der Handelsföderation auf Naboo im Jahre 32 VSY galt jedoch auch für diese, die sich mit der KUS verbündet hatte, als Ansporn für zahlreiche Attacken auf Naboo, als eine Art Racheakt. Aus diesem Grund wurde der Planet über die Jahre des Krieges ständig von Anschlägen heimgesucht. Das Ereignis auf Ohma-D'un 22 VSY blieb jedoch die für Naboo verheerendste Katastrophe, jegliche Angriffe scheiterten durch die Unterstützung der Jedi und der Republik.[11]

Trauerfeier

Padmés letzter Weg durch Theed.

Durch die Ereignisse 19 VSY, die in der Ausrufung des Galaktischen Imperiums gipfelten, verlor Naboo jedoch eine seiner beliebtesten Persönlichkeiten. Padmé Amidala, die hochgeschätzte ehemalige Königin und spätere Senatorin, verstarb bei der Geburt ihrer Zwillinge. Die Bevölkerung zeigte eine große Anteilnahme an ihrem Schicksal, in einem Trauerzug durch Theed nahmen zahllose Naboo und auch Gungans still von ihr Abschied.[12] Auch Naboo wurde nach der Auflösung der Galaktischen Republik ein Teil des Imperiums, und seine freiheitsliebenden Bewohner waren nun gezwungen, unter dem Schatten dieser Gewaltherrschaft zu leben. Das Ende der Klonkriege bescherte Naboo Frieden, und trotz einiger weniger Zwischenfälle blieb das Leben auf Naboo im Großen und Ganzen relativ unverändert.[8] Königin Apailana versuchte zunächst noch, sich dem Imperium zu widersetzen, und nahm mehrere verfolgte Jedi bei sich auf. Die 501. Legion rückte daher 18 VSY in Theed ein, mit dem Befehl, die unbequeme Monarchin aus dem Verkehr zu ziehen und die Jedi zu töten. Die Mission gelang,[13][14] Apailanas Nachfolgerin wurde die linientreue Kylantha.

Mit Ausnahme eines nun anwesenden und herrschenden imperialen Gouverneurs und einer Garnison, die die Interessen des Imperiums vertraten, änderte sich wenig. Die Repräsentanten von Naboo im Imperialen Senat vertraten meist linientreu die Interessen des Imperiums, jedoch mehr aus der Angst heraus, ihnen oder ihrem Volk könnte ansonsten Leid zugefügt werden. Da das Leben auf Naboo selbst unter imperialer Herrschaft friedlich verlief, leisteten die Einwohner keinen Widerstand, denn sie zogen diesen Frieden einem Krieg um die Freiheit vor. Insgeheim jedoch existierte sehr wohl eine Rebellion gegen die Besatzung, andererseits schlossen sich jedoch viele Naboo der Imperialen Armee an und leisteten Militärdienst im Namen des Imperators. Diejenigen, die sich im Geheimen gegen das Imperium wandten, taten dies weit hinter den Kulissen oder auch nicht selten außerhalb ihrer Heimatwelt. Auch diejenigen, die dem Militär dienten, waren oft nur Spione und ließen der Rebellion geheime Informationen oder Ausrüstung zukommen. Einige der hochrangigen Repräsentanten von Naboo schlossen sich auch mit Repräsentanten anderer Welten zusammen, darunter Alderaan, Ralltiir und Chandrila.[8]

Erst 4 NSY, nach dem Sieg der Rebellen-Allianz bei Endor hatte die Besatzung durch das Imperium ein Ende. Die Befreiung wurde anschließend von den Bewohnern Naboos in einem riesigen Fest gefeiert, so wie es zur gleichen Zeit auf zahlreichen anderen Planeten getan wurde.

Neuzeit

Aufgrund der Tatsache, dass Naboo zu einem so großen Teil von Menschen bewohnt und regiert wurde, geriet der Planet Jahrzehnte später verglichen mit anderen Welten relativ einfach unter die Kontrolle des Neuen Galaktischen Imperiums unter Roan Fel. Trotz des weiterhin stark verankerten Dranges der Naboo nach Unabhängigkeit, begannen sie die galaktische Regierung und die Besetzung durch das Imperium zu akzeptieren, zu einem nicht geringen Teil aufgrund der Herrschaftsmethoden Roan Fels, die im positiven Sinne keinen Vergleich zu denen von Palpatine darstellten. Letztendlich wurde sogar ein großer Teil der Bevölkerung davon überzeugt, dass Roan Fels Imperium Frieden in die Galaxis bringen würde, trotz des Krieges gegen die Galaktische Allianz, und auf Naboo wurde eine der größten imperialen Missionen überhaupt eingerichtet.[9]

Dies alles änderte sich mit der Machtübernahme von Darth Krayt, der mit seinem Neuen Sith-Orden den Thron für sich beanspruchte, womit die pro-imperiale Welt Naboo plötzlich von den Sith heimgesucht und besetzt wurde. Dieser Zustand erwies sich als unerträglich für die Einwohner, doch Roan Fel konnte zwar die Herrschaft abgenommen werden, er überlebte jedoch und akzeptierte die Veränderungen nicht. Sobald Nachrichten über seinen Widerstand gegen Darth Krayt die Naboo erreichten, verbündeten sie sich erneut mit ihm und unterstützten seinen Kampf gegen die Sith. Anders als beispielsweise Bastion konnte Naboo jedoch nicht so einfach und offen gegen die Besatzer vorgehen, weshalb die Verbündung mit dem Fel-Imperium eine geheime Allianz blieb. Um 137 NSY stand Naboo dem Neuen Imperium nach außen hin absolut loyal gegenüber, insgeheim wurde Roan Fel jedoch tatkräftig in jeder Beziehung unterstützt. Obwohl die Sith dies bis zu jenem Zeitpunkt nicht bemerkten, war sich ein großer Teil der Bevölkerung im Klaren darüber, dass es wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit sein würde, bis sie sich den Zorn des Sith-Ordens zuzogen und diese sie vernichteten oder sie sich offen auf die Seite des Exil-Imperators stellen und kämpfen müssten.[9]

Hinter den Kulissen

„Es war eine völlig fremde Welt, aber dennoch betonte George immer wieder, dass sich das Design, wie fremdartig es auch wirken mochte, an der Realität orientieren soll. Damit die Zuschauer eine emotionale Beziehung dazu aufbauen können, musste irgendeine Verbindung zu unserer Kultur oder Geschichte hergestellt werden. Die Gefahr beim Entwerfen einer fremdartigen Gesellschaft, für die wir eine Geschichte und eine Kultur entwerfen mussten, war immer, dass sie zu versponnen und zu unwirklich würde.“
— Doug Chiang (Quelle)
  • Die Geschichte des Planeten ist nicht frei von Widersprüchen. Einer Mutmaßung aus dem Essential Atlas zufolge, gerieten die Gungans vor der Anfkunft menschlicher Siedler bereits mit Kolonisten einer unbekannten Spezies in Konflikt. Deren Hinterlassenschaften, steinerne Ruinen und Statuenköpfe, decken sich mit denen der Alten, wie sie in Alle Welten und Schauplätze und Secrets of Naboo erwähnt werden. Jedoch gelten sie in diesen beiden Quellen schon zu Zeiten der Gungans als ausgestorben beziehungsweise verschwunden, Alle Welten bezeichnet sie außerdem als einheimisch, nicht als zugewandert. Dass die Gungans den Alten selbst nie begegnet sind, bietet zudem den überzeugenderen Hintergrund dafür, dass diese und deren Relikte von ihnen als heilig verehrt werden. Die spätere Ankunft der Menschen wird in Alle Welten auf das 9. Jahrhundert VSY datiert, angeblich mussten sie vor einer gewaltsamen Revolution in ihrer Heimat fliehen. Der Essential Atlas und Screts of Naboo widersprechen dem in Datum und Absicht der Besiedelung: Es handelte sich offenbar um eine gezielte Kolonisierung um das Jahr 3000 VSY.
  • Aufgrund seiner bedeutenden Rolle in Die dunkle Bedrohung wurde für die Filmproduktion besonderer Wert auf die Gestaltung und Darstellung Naboos gelegt. Die visuellen und inhaltlichen Entwürfe wurden in einer großen Detailtiefe angefertigt, sodass während der Konzeptphase eine breite Fülle von Lebewesen, zahlreiche Pflanzen und mit ihnen ein komplettes Ökosystem entstand. Zwar ist nur ein Bruchteil davon in der Endfassung des Films enthalten, jedoch hielt vieles davon später Einzug in die Literatur, beispielsweise in The Wildlife of Star Wars. Auch die vielfältigen Landschaftskonzepte sollten zu einem unverwechselbaren Äußeren Naboos zusammengefügt werden. In ähnlicher Weise wie die Naboo eine idealisierte menschliche Gesellschaft repräsentieren sollten, war das Erscheinungsbild des Planeten an eine unbebaute und unverschmutzte Erde angelehnt, und sollte einen Eindruck von Idylle und Lebendigkeit vermitteln. Zentrale Zielsetzung für die Gestaltung Naboos war die Erschaffung einer unbekannten, exotischen Welt, die zugleich ausreichend vertraut wirken und die gewünschte Atmosphäre zum Ausdruck bringen musste. Diese Ausstrahlung wurde auch für Der Angriff der Klonkrieger weiterverfolgt. In der zweiten Episode hebt sich Naboo noch deutlicher als zuvor von den übrigen Handlungsorten ab, und dient dabei als Schauplatz für die Romanze zwischen Anakin und Padmé.
  • Die Schauplätze Naboos in Die dunkle Bedrohung und in Der Angriff der Klonkrieger wurden in Sevilla, Spanien, z. B. auf dem Spanischen Platz gedreht.
  • Nabu ist der babylonische Gott der Weisheit, NABU hingegen der Naturschutzbund Deutschland.

Quellen

Einzelnachweise

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