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Traktorstrahl

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Der Traktorstrahl dient dazu, Gegenstände im All von Raumschiffen oder Raumstationen aus gezielt zu bewegen. Durch die Einführung des Traktorstrahls in Handel und Industrie waren viele Arbeiten einfacher und billiger geworden. Die Vorzüge des Traktorstrahls fanden auch beim Militär Anklang, wo er dazu dienen sollte, feindliche Schiffe festzuhalten und außer Gefecht zu setzen. Zuvor waren Greifhaken das Mittel der Wahl, um Asteroiden oder antriebslose Schiffe einzufangen.

Traktorstrahlen funktionieren trotz unterschiedlicher Anwendung ähnlich wie Kraftfelder. Sie verändern mittels eines Gravitationsflussstrahls die Form des Raumzeitgefüges so, dass Schiffe, die in eine Welle des Gefüges geraten, hineingezogen werden. Das Kraftfeld selbst wird von einem Traktorstrahlgenerator erzeugt, der es dann über einen Projektor freisetzt. Die Zielgenauigkeit des Strahls ist dabei ein Problem, besonders beim Erfassen schneller Objekte. Auf dem Ersten Todesstern löste man das Zielerfassungsproblem dadurch, dass man eine riesige Anzahl von Traktorstrahlprojektoren installierte: Von den 700 Projektoren wurden dann einfach jeweils zwanzig gebündelt auf einen bestimmten Punkt gerichtet. Die Reichweite und die Leistung der Traktorstrahlen nahmen dabei derart zu, dass es dem Todesstern noch aus großer Entfernung gelang, den Millennium Falken zu erfassen.

Beschreibung

Ein modifiziertes Kraftfeld, das von Raumhäfen, Planetenbasen und größeren Raumkreuzern entsandt wird, um in Reichweite befindliche Schiffe anzuziehen und ihnen somit eine sichere Landung zu gewähren. Traktorstrahlen können auch dazu benutzt werden, feindliche Schiffe ,,einzufangen´´.

Der erste Todesstern war mit über 700 Traktorstrahlgeneratoren bestückt, wodurch er ein Schiff wie den Millennium Falken mit Leichtigkeit an Bord holen konnte.

Der Phylon Q7

Die Q7-Armeetraktorstrahlen von Phylon Transport waren zwar für den Einsatz auf Imperium-Sternzerstörern entwickelt worden, man fand sie aber auch auf Sternzerstörern der Victory und der Exekutor-Klasse. Später kam der Q7 sogar auf Nebulon-B-Geleitfregatten und Mon-Calamari-Sternkreuzern zum Einsatz, da er sich im Lauf der Jahre als zuverlässig, effizient und sehr leistungsfähig erwiesen hatte. Der Q7 war über 150 Meter lang und konnte Schiffe von der Größe einer CR90-Korvette festhalten. Das Vorzeigeprodukt von Phylon Transport bestand aber keineswegs nur aus einem simplen Traktorstrahlprojektor, sondern war vielmehr eine Art Andockhalle mit Magnetfeldprojektoren und einem Andocksuspensionsfeld. Ein Schiff wurde so im Traktorstrahl festgehalten, während man die Zugangsröhre ausfuhr. Der große Nachteil des Q7 bestand im hohen Personalaufwand. Um nur einen Strahl funktionsfähig zu halten, brauchte man ein Team aus zehn Operatoren und Technikern - nicht zuletzt deshalb benötigte die Imperiale Flotte auch so viele Soldaten. Traktorstrahlen verbrauchten sehr viel Energie und diejenigen auf dem Todesstern wurden mittels sieben Primärkupplungen sogar direkt an den Hauptreaktorkern angeschlossen. Um dem Millennium Falken die Flucht vom Todesstern ermöglichen zu können, musste die Besatzung erst eine dieser Energiekupplungen deaktivieren, was Obi-Wan Kenobi tat.

Schwächere Strahlen

Manchmal wurden Traktorstrahlen in viel kleinerem Maßstab eingesetzt. Mit Bacta-Liegen hielten Armeeärzte Verwundete am Leben, bis man sie in ein richtiges Lazarett bringen konnte. Die Bacta-Füllhöhe in den Liegen wurde mithilfe eines Niedrigenergie-Traktorstrahls aufrechterhalten. Auch Energiefesseln bedienten sich dieser Technologie: Ihre beiden Manschetten wurden von einem kleinen Traktorstrahl zusammengehalten, dessen Feldstärke die Festigkeit bestimmte.

Zweck

Traktorstrahlen dienten im Allgemeinen als Andockhilfe für Schiffe, zum Manövrieren von Fahrzeugen in Andockhallen und zum Erfassen feindlicher Flugobjekte. Manchmal wurden sie jedoch auf eine weitaus einfallsreichere oder tödlichere Weise eingesetzt. Etwa 10.000 VSY entwarf und baute Vall Kumauri ein Schiff, das heute als das Kumauri-Kampfschiff bekannt ist. Für die damalige Zeit war es hoch entwickelt und wies sogar mehrere Traktorstrahlen auf. Sie dienten dazu, Asteroiden einzufangen und diese dann mittels Massenschubkraftraketen auf gegnerische Ziele zu schleudern. Ungeheure Zerstörung wurde so angerichtet, feindliche Schiffe und sogar ganze Städte wurden ausradiert. Auch Piraten benutzten über Jahrhunderte Traktorstrahlen, um die von ihnen sogenannte Barrikade zu errichten. Diese Bezeichnung umschrieb eine bevorzugte Taktik zum Kapern von Schiffen. Dabei wurde bekannten Hyperraumstraßen mithilfe von Traktorstrahlen ein großer Asteroid in den Weg gelegt, der in diesem Bereich einen Masseschattenerzeugte. Wurde der Schatten vom Bordcomputersystemen vorüberfliegender Schiffe entdeckt, veranlassten sie den Rücksturz in den Realraum - dann griffen die Piraten an. Die Squib von Skor II verwendeten Traktorstrahlen dagegen in erster Linie für friedliche Zwecke. Die Squib waren galaktische Schrott- und Abfallsammler und ständig auf der Suche nach abgeworfenem Weltraummüll. Genau für diesen Zweck wurde das Squib-Schrottverwertungsschiff gebaut, ein nadelförmiger Raumer, der mit den angeblich leistungsfähigsten Traktorstrahlen der Galaxis ausgerüstet war. Wurden die Squib bedroht, benutzten sie ihre Traktorstrahlen, um den Müll auf die Angreifer zu schleudern oder mit ihm eine Art Schutzschild zu bilden.

Centerpoint-Station

Die im Corellia-System direkt zwischen Talus und Tralus gelegene Centerpoint-Station fungierte als eine Art Hyperraum-Traktorstrahlprojektor. Man glaubte, dass die Station in Wahrheit aus der Zeit vor der Entstehung des Corellianischen Systems stammte und dazu benutzt wurde, die meisten seiner Planeten zu erfassen und an Ort und Stelle zu bringen. Während der Yuuzhan-Vong-Invasion gelang es mithilfe der Centerpoint-Station, einen Großteil der im Fondor-System befindlichen Yuuzhan-Vong-Flotte zu zerstören. Dabei entstand so auch ein großer Schaden auf Seiten der Neuen Republik: Sie verlor fast drei Viertel der Hapanischen Flotte und auch der Planet Fondor selbst wurde in Mitleidenschaft gezogen.

Angriffskreuzer

Die vom Imperium nach der Schlacht von Endor eingesetzten Angriffskreuzer der Vibre-Klasse waren skarabäusförmige Schiffe, die mittels ihrer Traktorstrahlen Großkampfschiffe erfassten. Sobald diese festsaßen, schnitt die Crew den Rumpf der feindlichen Schiffe auf, was meist zu deren Zerstörung führte.

Gegenmaßnahmen

War ein Schiff erst einmal in einen Traktorstrahl geraten, gelang nur selten die Flucht. Oftmals entstanden beim Versuch, sich loszureißen, Risse in den Hüllen, oder aber der Antrieb brannte durch. Manchen Kapitänen gelang es jedoch, ihren Fängern ein Schnippchen zu schlagen. Nach dem Caamas-Zwischenfall erfasste der Sternzerstörer Tyrannic den Millennium Falken zusammen mit einem Frachter von Action II unter dem Befehl von Carib Devist. Der Pilot des Falken war Han Solo, der alles mögliche ausprobierte, um freizukommen. Devist dagegen ließ sich in die Tyrannic ziehen, kaperte mit seiner Crew ein dort stationiertes Geschwader TIE-Jäger, programmierte seinen Frachter auf Selbstzerstörung und fand noch genügend Zeit, mit den gestohlenen Jägern die Traktorstrahlgeneratoren zu zerstören, die den Millennium Falkenan der Flucht hinderten. Rone Taggar von der Neuen Republik reagierte ähnlich, als die Beauty of Yevetha seinen X-Flügler mit einem Traktorstrahl fixiert hatte. Anstatt sich zu ergeben, sprengte sich Taggar samt seinem Schiff in die Luft, als er in den Hangar gezogen wurde. Die Explosion löste eine Kettenreaktion aus, die die gesamte Beauty of Yevetha vernichtete.

Quellen

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