Endor

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Dieser Artikel behandelt den Waldmond Endor; für andere Bedeutungen siehe Endor (Begriffsklärung).


Endor
Astrographie
Region:

Äußerer Rand

Sektor:
System:

Endor-System

Entfernung vom galaktischen Kern:

43.300 Lichtjahre

Raster-Koordinaten:

H-16

Sterne:

2:

Satellit von:

Endor

Beschreibung
Klasse:

Waldmond

Landschaft:

Wälder, Savannen, Berge, Wüste, Seen (8% Wasser)

Atmosphäre:

Sauerstoffgemisch

Klima:

feucht

Sehenswürdigkeiten / bekannte Orte:
Zusammensetzung:

geschmolzener Metallkern mit dicker, starrer Silikatkruste und geringem Geländerelief

Gravitation:

4,1 m/s²

Durchmesser:

4900 km[1]

Jahreslänge:

402 Tage

Gesellschaft
Ureinwohner:
Einwohnerzahl:

30 Millionen (Ewoks)[2][1]

offizielle Sprache:

Ewokese

wichtige Städte:

Bright Tree

Zugehörigkeit:

Der Waldmond Endor ist der vierte von insgesamt neun Trabanten, die den gleichnamigen Gasriesen Endor umkreisen. Er liegt in den äußeren Randgebiete der Galaxis und befindet sich in relativer Nähe zu den Planeten Bakura und Firrerre. Begünstigt durch seine sauerstoffhaltige Atmosphäre und den terrestrischen Klimabedingungen konnte sich auf dem Waldmond Endor eine reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt entwickeln. Die Landschaft besteht überwiegend aus langen Gebirgszügen und weitflächigen Waldgebieten, in denen die Ewoks beheimatet sind.

Endor nahm während des Galaktischen Bürgerkriegs eine zentrale Rolle ein, als es der Rebellen-Allianz in der Schlacht von Endor im Jahr 4 NSY gelang, den im Bau befindlichen Zweiten Todesstern zu zerstören, der im Orbit des Waldmondes fertiggestellt werden sollte.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Beschreibung

Der Gasriese Endor spendet seinen insgesamt neun Monden bei Nacht sehr viel Licht und selbst bei Tag ist er am Himmel seines Waldmondes sehr gut zu erkennen. Die Anwesenheit des Gasriesen erzeugt außerdem Schwerkraftanomalien, die sich erschwerend auf die Navigation innerhalb des Endor-System auswirken, wodurch zahlreiche Schiffe in die Irre geleitet werden und auf dem Waldmond abstürzen. Tatsächlich ist der Waldmond Endor der einzige Planetoid des gesamten Systems, auf dem für Humanoiden akzeptable Lebensbedingungen herrschen, wobei die Schwerkraft marginal unterhalb des Normalwertes liegt und dadurch insbesondere den Wachstum der Bäume in Tausende von Metern himmelwärts begünstigt. Unbeachtet von seiner Stellung als Mond hat sich auf dem vierten Mond eine reichhaltige Flora und Fauna entwickelt, wodurch sich die Landschaft neben Wäldern außerdem aus Grasebenen, Felsenwüsten, schwefelhaltigen Quellen und Tümpel, hohen Bergen, Seen und Frischwasserteichen zusammensetzt. Alleine ein Drittel der Mondoberfläche ist mit tiefen Meeren bedeckt.

Außer den primitiven Ewoks, die lange Zeit als die einzige dort heimische Lebensform galten, sind auf Endor noch die zweibeinigen Gorax zuhause, die sich vorwiegend in den zerklüfteten Hochlands des Mondes zurückgezogen haben, sich über eine rudimentäre Sprache unterhalten und über ausreichend Intelligenz verfügen, um Steine und Holz zu einfachen Werkzeuge weiterzuverarbeiten oder um kleinere Tierarten – wie beispielsweise die Eberwölfe – zu domestizieren und zu Jagdhelfern auszubilden. Die Ewoks leben in ständiger Vorsicht, denn neben der Bedrohung durch angreifende Gorax, schützen sie sich vor den flinken Teeks. Dabei handelt es sich um kleine Nagetiere, die von den Ewoks als Plage angesehen werden. Zudem gilt ihr Anblick innerhalb der religösen Kultur der Ewoks als böses Omen. Zu den größten Raubtieren auf dem Waldmond zählen die Kondordrachen, die sich aufgrund ihrer geringen Schwerkraft elegant durch die Lüfte bewegen und mit ihrem riesigen Fangzahn und ihren beiden Stoßzähnen auch größere Beute einfach aufspießen können. Dazu gehören auch die in den Steppen Endors lebenden Yuzzum, die auf anderen Welten der Galaxis leben und dort einen Ruf als ausgezeichnete Sänger genießen. Dieses Talent ist angeboren, da sie sich untereinander über eine Sprache verständigen, die auf musikalische Prinzipien basiert.

[Bearbeiten] Geschichte

Seit jeher hat die problematische Navigation innerhalb des Endor-Systems aufgrund der vom Gasriesen ausgehenden Anomalien zahlreiche Raumfahrer auf dem Waldmond abstürzen lassen. Die Anwesenheit zahlreicher Raubtiere und insbesondere den Gorax veranlasste die Gestrandeten zu dem Wunsch, den Waldmond schnell wieder zu verlassen. Lange Zeit blieb Endor abseits politischer Interessen und von daher auch von galaktischen Konflikten verschont. Zur Zeit der Klonkriege errichtete jedoch die Konföderation unabhängiger Systeme einen militärischen Außenposten auf dem Waldmond, der von der Jedi-Ritterin Aayla Secura entdeckt wurde.

[Bearbeiten] Galaktischer Bürgerkrieg

Ein Holo des Todessterns über Endor.

Einige Jahre später, zur Zeit des Aufstiegs des Galaktischen Imperiums und dem Ausbruch des Galaktischen Bürgerkriegs, schickte der Imperator ein Erkundungsteam nach Endor, das in Folge ihrer wissenschaftlichen Erkundungen eine Gruppe von überlebenden Raumfahrern entdeckte, die sich zu einer Zivilisation zusammenschlossen. Diese Piraten, die sich sich selbst als Marodeure bezeichneten, sahen sich aufgrund mangelnder Fluchtmöglichkeiten und ihres geringen technischen Verstandes dazu gezwungen, sich auf Endor einzurichten. Ihre Kampfeslust befriedigten sie mit Überfällen an Ewok-Dörfern und dem Drangsalieren von Yuzzums. Selbst die Gorax zollten den Marodeuren einen gewissen Respekt, da sie über Blaster verfügten, die den primitiven Waffen der Gorax erhaben waren. Als das imperiale Forschungsteam mit den Marodeuren zusammentraf, wurden diese gerade von einer Nachtschwester namens Charal angeführt. Seit der Begegnung der Marodeure fehlte von dem Erkundungsteam jede Spur. Nichtsdestotrotz wurde ein zweites imperiales Erkundungsteam unter der Leitung von Sergeant Pfilbee Jhorn entsandt, um die Eignung von Endor als Standort für eine imperiale Basis zu prüfen. Jhorn fand heraus, dass die Bedingungen für imperiale Besatzungstruppen denkbar schlecht wären, da sich aufgrund der dicht aneinandergereihten Bäume in den dominierten Waldgebieten kaum ein geeigneter Bauplatz für eine Basis finden ließ. Zudem waren die Bäume nicht nur sehr hoch, sondern mit ihrem außerordentlich hartem Holz und den entsprechend langen Wurzeln auch extrem fest im Waldboden verankert. Außerdem musste Sergeant Jhorn am eigenen Leib erfahren, dass die Atemgeräte der imperialen Sturmtruppen nicht in der Lage waren, die Allergien auslösenden Pollen aus der Luft heraus zu filtern. In Anbetracht dieser Widrigkeiten und den auf Endor lebenden Raubtieren und den feuchten klimatischen Bedingungen riet Pfilbee Jhorn davon ab, Endor als Standort einer Basis in Erwägung zu ziehen.

Diese Argumente hielten den Imperator jedoch nicht davon ab, auf dem Waldmond den Schutzschildgenerator des Zweiten Todessterns errichten zu lassen, welcher in der Schlacht von Endor im Jahr 4 NSY erfolgreich von einem Rebellen-Stoßtrupp unter der Leitung von Han Solo und den Ewoks vernichtet wurde. Dies hatte wiederum zur Folge, dass der Todesstern im Orbit des Waldmondes einer Weltraumschlacht schutzlos ausgeliefert war und letztendlich zerstört wurde.

[Bearbeiten] Zweiter Galaktischer Bürgerkrieg

40 NSY flüchteten die Mitglieder des Neuen Jedi-Ordens nach Endor, um vor Darth Caedus' Verfolgungen sicher zu sein. Die Jedi richteten sich in einer verlassenen Basis des Imperiums ein. Während dieser Zeit nahm Luke Skywalker seinen Sohn Ben offiziell als Padawan an. Einige Zeit nach der Zerstörung der Centerpoint-Station wurde die Basis von den Jedi wieder aufgegeben und Endor verlassen.

[Bearbeiten] Hinter den Kulissen

  • Die Szenen, die auf Endor spielen, wurden im kalifornischen Jedidiah-Smith-Redwoods-State-Park gedreht, einem Teil des Redwood-Nationalparks.
  • Ursprünglich wollte George Lucas auf diesem Mond Wookiees leben lassen, da diese aber ein hohes Technikverständnis haben, wie sich ja z.B. an Chewbacca zeigt, hat aber dann die Wookiees durch die primitiven, halb so großen Ewoks ersetzt. Bei den Worten Wookiee und Ewok fällt auf, dass E-Wok (engl. i-wok gesprochen) eine Art Anagramm von Wook-iee sein könnte.
  • In J. R. R. Tolkiens Werk Der Herr der Ringe ist der Name „Endor“, in der Elbensprache Sindarin, die Bezeichnung für den fiktiven Kontinent Mittelerde.
  • In der Bibel beauftragt König Saul, von den Philistern bedrängt, die Hexe von Endor den Geist Samuels, des letzten Richters von Israel, heraufzubeschwören. (1. Buch Samuelis, 28/7-20). Ebenfalls gibt es einen Ort namens Endor, auch En-dor genannt.
  • Im Roman zu Episode VI wird Endor als Mond beschrieben, der keinem Planeten zugehörig sei.

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

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